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Liebscher und Rauhe paddeln bei der Kanu-WM in Moskau auf Platz zwei

Liebscher und Rauhe paddeln bei der Kanu-WM in Moskau auf Platz zwei

Trotz Silbermedaille - die Enttäuschung stand Dresdens Kanu-Ass Tom Liebscher und seinem Potsdamer Partner Ronald Rauhe ins Ge- sicht geschrieben.

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Tom Liebscher und Ronald Rauhe sind als Zweite im Ziel und enttäuscht, über Gold jubeln eine Bahn weiter die Serben Nebojsa Grujic und Marko Novakovic.

Quelle: Freise/ Eibner-Pressefoto

Moskau/Dresden. Da hatten die beiden Europameister alle bisherigen Saisonrennen im K2 über 200 Meter für sich entschieden, doch ausgerechnet bei der Weltmeisterschaft in Moskau schnappten ihnen die Serben Nebojsa Grujic/Marko Novakovic völlig überraschend die ersehnte Goldmedaille vor der Nase weg.

"Natürlich sind wir nach Moskau gefahren, um den Titel zu holen", gab der 21-jährige Dresdner frustriert zu. Der elf Jahre ältere Olympiasieger und 13-malige Weltmeister Ronny Rauhe gestand: "Klar sind wir enttäuscht, wollten das Rennen keinesfalls verlieren. Ich habe wohl die ersten Schläge ein wenig versaut. Das ist schon ärgerlich."

Viel schlimmer erwischte es aber die Lokalmatadoren. Die russischen Olympiasieger und Titelverteidiger Juri Postrygay/Alexander Djatschenko, wurden auf ihrer Heimstrecke in Krylatskoje nur Sechste. Die zweite Dresdner Starterin, Steffi Kriegerstein vom WSV Am Blauen Wunder und ihre Karlsruher Partnerin Sabrina Hering verfehlten im K2 über die olympischen 500 Meter leider eine Medaille, belegten am Ende den sechsten Platz.

Insgesamt schnitten die deutschen Kanuten so schlecht ab wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Nur drei Medaillen auf den olympischen Strecken sind zwei Jahre vor den Olympischen Spielen als Debakel zu werten, denn bereits im kommenden Jahr geht es um die Quotenplätze für Rio. Einzig Canadier-Fahrer Sebastian Brendel überzeugte mit zweimal Gold und einmal Silber.

So musste Chef-Bundestrainer Reiner Kießler bilanzieren: Das war nicht unser Anspruch. In den olympischen Disziplinen haben wir es nicht gepackt, auf dem Höhepunkt mit breiter Spitze zu überzeugen. Im Kajak der Herren haben sich sicher trainingsmethodische Probleme gezeigt, es ist uns nicht gelungen, nach der EM in Brandenburg noch einmal etwas draufzusetzen." DKV-Präsident Thomas Konietzko schätzte abschließend ein: "Ich würde lügen, wenn ich sage, dass außer Sebastian Brendel jemand im deutschen Team zufrieden ist. Unsere Erwartungshaltung war schon eine andere, auch wenn einige junge Athleten hier gezeigt haben, dass sie Anschluss an die Spitze gefunden haben. Auch im Sprintbereich lassen sich gewisse Fortschritte erkennen. Alles in allem aber überwiegt die Enttäuschung. Wir müssen nun in aller Ruhe analysieren, woran es gelegen hat." Zudem merkte Konietzko an: "Ich nehme mit, dass in den meisten Disziplinen noch mehr Boote in die Weltspitze vorgedrungen sind und es immer enger an der Spitze wird. Wir sehen hier deutlich, dass man nicht nur in Europa, auch auf anderen Kontinenten einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht hat." Gleichzeitig zeigte der Verbandspräsident auch eine gewisse Portion Vertrauen in die Athleten: "Ich bin sicher, dass diejenigen, die in der Vergangenheit die Weltspitze mitbestimmt haben, dass im nächsten Jahr wieder schaffen," sagte er. Im kommenden Jahr muss tatsächlich dann vieles deutlich besser laufen, wenn einige Paddler nicht schon vorzeitig ihre Ambitionen für Olympia begraben wollen. Bei den Weltmeisterschaften 2015 in Mailand vergibt der Internationale Kanu-Verband ICF einen Großteil seiner Startplätze für das Ringe-Spektakel in Brasilien. "Da müssen wir die Quotenplätze holen und auf Nummer sicher gehen", befand Konietzko.

Auch die Gesamtbilanz auf den nichtolympischen Strecken war für den DKV mit acht Podestplätzen geschichtsträchtig mies: Zweimal Gold, fünfmal Silber und einmal Bronze in 29 Wettbewerben - so gering war die Ausbeute bei Weltmeisterschaften seit 1991 noch nie.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.08.2014

Astrid Hofmann

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