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Liebscher und Kriegerstein wollen sich in Duisburg das Ticket für Rio sichern

Kanurennsport Liebscher und Kriegerstein wollen sich in Duisburg das Ticket für Rio sichern

Dresdner Duo greift ab Freitag beim Weltcup auf der Wedau an. Für Tom Liebscher und Steffen Kriegerstein geht es in Duisburg um die Fahrkarten zu den Olympischen Spielen in Brasilien.

Tom Liebscher hat sich für den Weltcup in Duisburg viel vorgenommen.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Für die beiden Dresdner Steffi Kriegerstein (WSV „Am Blauen Wunder“) und Tom Liebscher (KCD) geht es ab Freitag beim Weltcup der Kanuten in Duisburg um die Tickets für Rio. Liebscher startet mit seinem Potsdamer Partner Ronny Rauhe im K2 über 200 m. „Natürlich wollen wir aufs Treppchen, denn dann steht unserer Nominierung für die Olympischen Spiele nichts mehr im Weg“, macht der 22-jährige Elbestädter klar. Heimtrainer Jens Kühn ist zuversichtlich: „Sie haben noch einmal Material getestet und werden mit dem neuen FES-Zweier an den Start gehen. Wenn sie eine Medaille holen und der Abstand zum Sieger in einem bestimmten Rahmen bleibt, dürfte ihnen die Rio-Fahrkarte nicht mehr zu nehmen sein.

Gute Karten hat aber auch Steffi Kriegerstein. Am Donnerstag entschieden die Bundestrainer, dass die 23-Jährige mit ihrer langjährigen Partnerin Sabrina Hering beim Weltcup im K2 über 500 m gegen die Olympiasiegerinnen Tina Dietze (Leipzig) und Franziska Weber (Potsdam) fährt. Dafür verzichtete Hering, die am Donnerstag bei der Nachqualifikation in Duisburg mit einem Sieg im K1 über 500 m dem deutschen Verband noch einen weiteren Quotenplatz für Olympia sicherte, sogar auf ihren Start im Einer. Jens Kühn: „Wenn Steffi und Sabrina hervorragend paddeln, dann haben sie gute Chancen für Rio. Alle vier deutschen Damen treten zudem gemeinsam noch im nichtolympischen Vierer über 200 m an.

Mit Karl Weise (WSV „Am Blauen Wunder“) gibt ein Dresdner Nachwuchstalent in Duisburg sein Weltcup-Debüt. Der 20-Jährige wird in einem U23-Vierer über 1000 m an den Start gehen.

Bevor der Weltcup am Freitag beginnt, gab es tags zuvor bei den deutschen Kanuten lange Gesichter, denn gleich in mehreren Disziplinen wurden die angepeilten Quotenplätze verfehlt. Deshalb dürfen nun lediglich elf Athleten nach Brasilien reisen. Der Canadier-Zweier der Männer über 1000 m – sonst stets ein Medaillenkandidat - wird zum Beispiel unbesetzt bleiben. Olympiasieger Peter Kretschmer und Michael Müller wurden in dieser Disziplin nur Vierte und verpassten damit den Quotenplatz. Bei den Canadiern steht Deutschland damit in Rio nur ein Startplatz zu, den sicher Olympiasieger Sebastian Brendel einnehmen dürfte. Im Kajakbereich kann der Verband je fünf Plätze bei Männern und Frauen besetzen. Insgesamt kann der Verband in elf von zwölf olympischen Disziplinen Starter ins Rennen bei Olympia schicken, ob alle Plätze wahrgenommen werden, ist allerdings noch offen.

Von Astrid Hofmann

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