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Lausitzer Füchse peilen in der neuen Saison frühzeitigen Klassenerhalt an

Eishockey Lausitzer Füchse peilen in der neuen Saison frühzeitigen Klassenerhalt an

Neue Spieler, neue Kooperationspartner, neuer Mannschaftsbetreuern – bei den Lausitzer Füchsen hat sich viel verändert. Nicht neu ist indes, dass die Truppe von der polnischen Grenze aus wenig viel machen muss, denn nach zwei Jahren in den roten Zahlen sind noch alte Verbindlichkeiten abzubauen. Doch die Weißwasseraner haben schon so manche Krise gemeistert und wollen das auch diesmal schaffen.

Mit geringen finanziellen Mitteln, aber hoher Motivation starten die Füchse in die neue Serie.

Quelle: imago

Weißwasser. Vier neue Torhüter, vier neue Kontingentspieler, zwei Ü24-Rückkehrer und zwei U24-Zugänge bei neun Abgängen – die Lausitzer Füchse präsentieren sich nicht nur deutlich verändert sondern auch stark verjüngt. Das dürfte unter anderem der Philosophie vom gleichfalls neuen Trainer Hannu Järvenpää geschuldet sein, der viel Wert auf hohe Laufbereitschaft, viel Tempo und Zweikampfstärke legt. „Für mich sind ja praktisch alle Spieler neu. Aber die Stimmung und der Zusammenhalt der Mannschaft sind richtig gut“, findet der finnische Übungsleiter.

Neu bei den bzw. für die Blau-Gelben sind zudem die Kooperationspartner. Nach der wenig glücklichen Liaison mit den Krefelder Pinguinen arbeiten die Weißwasseraner zumindest für zwei Jahre mit den Eisbären Berlin zusammen. Und schon der Auftakt dieser Partnerschaft macht Hoffnung auf ein deutlich gehaltvolleres Miteinander als jenes mit den Seidenstädtern. Denn während Füchse-Verteidiger Nick Bruneteau die komplette Pre-Saison in Berlin bestritt und für die Eisbären auch in der Champions Hockey League spielte, werden nach Lage der Dinge mit Maximilian Franzreb, Maximilian Adam und Vincent Hessler zumindest drei förderlizenzierte Akteure vom DEL-Rekordchampion zum Saisonstart für die Ostsachsen auflaufen. Nach unten kooperieren die Füchse nun mit dem EHV Schönheide. Der ehemalige Oberliga-Partner Bayreuth Tigers ist nach dem Aufstieg nun Kontrahent in der DEL2.

Wie „runderneuert“ die Lausitzer in allen Bereichen sind, macht schließlich der Umstand deutlich, dass mit Stefan Wohlschlager auch noch ein neuer Mannschaftsbetreuer geholt wurde. Nicht neu ist wahrscheinlich nur die Tatsache, dass sich auch vor der Saison 2016/17 im Fuchsbau kein Reichtum anhäufeln ließ. Sicher, der amtierende Geschäftsführer Dirk Rohrbach hat mit seinen Gefolgsleuten in Sachen Sponsorengewinnung zahlreiche Erfolge erzielen können. „Wir haben in den letzten vier Monaten etwa 300 Firmen – auch überregional – besucht und ca. 60 neue Gönner gewinnen können“, berichtet „Rohre“, der vor Jahresfrist noch Trainer des EHC war, stolz. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings die, dass Eishockey-Weißwasser in den letzten zwei Spielzeiten rote Zahlen schrieb. Und so wurde ein Großteil des frischen Geldes benötigt, um aufgelaufene Verbindlichkeiten abzubauen. Effektiv mehr finanzieller Spielraum für die Besetzung der Mannschaft stand und steht damit nicht zur Verfügung.

Viel wird deshalb davon abhängen, ob die jungen Spieler wie Dennis Swinnen, Florian Lüsch, Dennis Palka oder Marius Schmidt problemlos den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen können und die Ausländer diesmal mehr denn je echte Führungspersönlichkeiten sind. Nach der Vorbereitung sind erste Schlüsse diesbezüglich kaum möglich. Denn Jakub Svoboda bestritt nur zwei Testspieldrittel, Bruneteau war in Berlin und Jeff Hayes wurde in Leipzig von einem Puck im Gesicht getroffen. Mit diversen Brüchen von Gesichtsschädelknochen wird der Kanadier, der Montag operiert wurde, lange ausfallen. Deshalb wurde mit Roope Ranta kurzfristig noch ein Finne geholt, der zunächst zwei Monate für die Oberlausitzer stürmen soll. Deren Saisonziel ist der vorzeitige Klassenerhalt – möglichst über die Pre-Playoffs.

Von Sebastian Matthieu

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