Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Lars Hamann bleibt dem Dresdner SC treu

Speerwerfer Lars Hamann bleibt dem Dresdner SC treu

Die Tränen über die verpasste Olympia-Teilnahme sind getrocknet, die Enttäuschung ist abgehakt. DSC-Speerwerfer Lars Hamann will in der neuen Saison wieder angreifen und findet dafür bei seinem Heimatverein die besten Bedingungen vor. Das hob der 27-Jährige gestern hervor, als er seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängerte.

Lars Hamann bleibt beim DSC

Quelle: Astrid Hofmann

Dresden. Die Tränen über die verpasste Olympia-Teilnahme sind getrocknet, die Enttäuschung ist abgehakt. DSC-Speerwerfer Lars Hamann will in der neuen Saison wieder angreifen und findet dafür bei seinem Heimatverein die besten Bedingungen vor. Das hob der 27-Jährige gestern hervor, als er seinen Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum 30. November 2017 verlängerte. „Mit der Anschaffung eines Wurfnetzes in der DSC-Halle kann ich seit 2015 auch im Winter werfen und mich optimal auf den Sommer vorbereiten. Und mit Katharina Wünsche habe ich eine Trainerin, die mich seit 14 Jahren begleitet und in- und auswendig kennt. Auch unsere Trainingsgruppe ist weiter gewachsen und es motiviert mich, den jüngeren Athleten zu zeigen, wie weit man es mit harter Arbeit schaffen kann“, begründet Hamann seine Entscheidung.

Einen Wechsel zu Bundestrainer Boris Obergföll, für den sich vor zwei Jahren sein ehemaliger Klubgefährte Johannes Vetter entschloss, schloss der aus Meißen stammende Hamann ohnehin aus. „Ich bekomme bei der Sportfördergruppe der sächsischen Landespolizei sehr gute Unterstützung, deshalb käme ein Wechsel über die Grenzen des Freistaates hinaus ohnehin für mich nicht in Frage“, betont der Polizeimeister, der in der vergangenen Saison ganz unglücklich das Ticket für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro verfehlte. Obwohl er mit 85,79 m eine neue Bestmarke aufstellte und mehrfach die Olympia-Norm überbot, waren am Ende mit dem späteren Olympiasieger Thomas Röhler (Jena), Johannes Vetter (Offenburg) und Julian Weber (Mainz) drei andere deutsche Speerwerfer noch besser als er.

Trainerin Katharina Wünsche will mit ihrem Schützling an verschiedenen Stellschrauben drehen, im Training einiges verändern. „Wir müssen einige neue Wege gehen, denn es ist unser Ziel, dass Lars wieder zu den besten drei Werfern gehört. Denn es reicht nicht, dass er die Norm für die WM in London knackt, sondern wir peilen die 88 Meter an, denn nur so wird eine WM-Teilnahme realistisch“, ist sich Wünsche sicher.

Auch Lars Hamann weiß: „Reserven habe ich noch in allen Bereichen, technisch und auch bei der Kraft.“ So wird er auch sein spezielles Hanteltraining bei den DSC-Gewichthebern als wichtige Grundlage fortsetzen. „Das ist ideal, da ich dort eine fundierte fachliche Anleitung bekomme“, so der junge Familienvater, der aber auch in der Turnhalle zu finden ist, wo er unter anderen Elementen auch die Riesenfelge am Reck gelernt hat und in sein Training einbezieht.

DSC-Vizepräsident und Leichtathletik-Abteilungsleiter Gerd Töpfer freut sich, dass der Speerwerfer als einer der „beiden Leuchttürme“ neben Dreispringerin Jenny Elbe dem Verein die Treue hält: „Wir sind sehr froh, dass wir Lars als eines unserer wichtigen Aushängeschilder, als Vorbild und als Sportler mit viel Potenzial halten konnten“, sagt er und hebt hervor: „Möglich macht dies vor allem auch ein Engagement der Ostsächsischen Sparkasse Dresden.“

Bis zum Saisonstart im Mai 2017 will Lars Hamann jetzt richtig Gas geben. Während Olympiasieger Thomas Röhler, dessen Bestweite bei 91,28 m liegt, schon ab und zu mal von den 100 Metern träumt, glaubt Lars Hamann an eine solche Weite nicht. „Das kann ich mir nicht vorstellen, dass man diese Marke knackt. Für mich wären schon die 90 Meter ein Traumziel.“

Von Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr