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Krise bei Dynamo Dresden spitzt sich zu: Trainer Ralf Loose steht unter Druck

Krise bei Dynamo Dresden spitzt sich zu: Trainer Ralf Loose steht unter Druck

Kein Kampf, wenig Emotionen, null Leidenschaft: Bei Dynamo Dresden geht die Abstiegsangst um. Nicht nur, dass die Sachsen im zweiten Jahr nach dem Zweitliga-Aufstieg mit nur neun Punkten aus 13 Spielen in der Tabelle im Keller stehen.

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Jetzt geht das Rechnen los: Nach der Niederlage in Cottbus ist Dynamo Dresden auf den 15. Platz abgerutscht.

Quelle: dpa

Die Art und Weise, wie sich die Mannschaft auf dem Feld präsentiert, lässt Zweifel daran aufkommen, dass es ihr innerhalb kürzester Zeit zusammen mit Trainer Ralf Loose gelingt, den Schalter umzulegen.

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Wenig zu holen gab es für Dynamo Dresden in Cottbus. Die Partie ging 0:2 verloren. Außerdem fliegt Solga mit Gelb-Rot vom Platz.

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„Dramatik ist, wenn wir am letzten Spieltag gegen den Abstieg in einem entscheidenden Spiel stehen und in dem Moment noch unbedingt ein Tor schießen müssen“, versucht der Coach die bedrohliche Situation nach außen noch entspannt zu sehen. Alles andere als entspannt dürften aber nun die Tage nach der 0:2-Niederlage bei Energie Cottbus werden. Bereits nach der Ankunft in Dresden am Sonntagabend standen rund 100 Fans am Stadion und warteten auf Spieler, Trainer und vor allem Erklärungen. Die bekamen sie allerdings nur von Benjamin Kirsten, Cristian Fiel, Bjarne Thoelke und Toni Leistner.

Ihre Meinung zählt: Welcher Trainer kann Dynamo aus der Abstiegszone führen?

„Ich erzähle seit fünf Wochen das Gleiche. Der erste Schuss ist ein Tor und das schlimme ist, dass der zweite auch noch drin ist. Ich bin im Moment etwas ratlos und weiß nicht, woran es liegt“, sagte Sebastian Schuppan nach dem Cottbus-Debakel. Erst in der zweiten Hälfte begann das Team, einige Grundtugenden des Abstiegskampfes zu zeigen.

Einer, der ganz klare Worte fand, war der ehemalige Dynamo- und Energie-Coach Eduard Geyer. „Man sollte endlich anfangen, die Arschbacken zusammenzukneifen, zu rennen, zu kämpfen und zu grätschen und zwar von der ersten Minute an. Hier geht es um Abstiegskampf“, erklärte der Dresdner. Das sehen wohl auch die Fans so, die in der 75. Minute zum ersten Mal seit Looses Amtsantritt im April 2011 „Loose raus“ riefen und später auch „wir haben die Schnauze voll.“

Der Zorn der Fans hatte sich bereits in der Vorwoche angedeutet. Noch vor dem Abpfiff der Niederlage gegen Union Berlin hatten die Fans im K-Block die bis dahin lautstarke Unterstützung der Mannschaft eingestellt und ihre Fahnen eingerollt. Anschließend gab es gellende Pfiffe für die Mannschaft.

Auch wenn sich Leistungsträger der vergangenen Saison wie Rechtsverteidiger Cheikh Gueye in einem Tief befinden, warnt Geyer davor, die Krise mit einer „Ausländerproblematik“ zu verbinden. „Man darf sich nicht nur auf die Franzosen einschießen. Grundsätzlich muss man allen erklären, dass zum Fußball ein bisschen mehr gehört, als auf dem Platz nur in einem Einheitstempo rumzulatschen. Man muss in die Zweikämpfe gehen und Aggressivität zeigen“, erklärt der 68-Jährige.

Der Sportliche Leiter Steffen Menze wollte nicht von einem Ultimatum für den Trainer sprechen. Allerdings antwortete er auf die Frage, ob am Freitag im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt drei Punkte Pflicht seien mit „Ich gehe davon aus.“ Sollte es dem Team erneut nicht gelingen, etwas Zählbares vom Rasen mitzunehmen, dürfte die Mitgliederversammlung einen Tag später eine ungemütliche werden.

Tina Hofmann, dpa / sl

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