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Kreische: "Ich habe ihn bewundert" - Zum Tod von Dynamo-Legende Wolfgang Oeser

Kreische: "Ich habe ihn bewundert" - Zum Tod von Dynamo-Legende Wolfgang Oeser

Hans-Jürgen Kreische war geschockt. "Um Gottes Willen", entfuhr es dem früheren Dynamo-Torjäger, als ihm die DNN gestern Vormittag am Telefon mitteilten, dass Wolfgang Oeser nicht mehr lebt.

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Die Ehrenspielführer Hans-Jürgen Dörner, Hans-Jürgen Kreische, Wolfgang Oeser, Reinhard Häfner und Klaus Sammer (v.l.) erhielten auf der Geburtstags-Matinee vor wenigen Wochen viel Beifall.

Quelle: Dehlis

Ex-Kapitän Oeser, wie Kreische erst am 14. April bei Dynamos Jubiläumsmatinee zum Ehrenspielführer ernannt, war in der Nacht zum Sonntag im Alter von 81 Jahren vermutlich an Herzversagen in seiner Wohnung auf der Grunaer Straße gestorben.

"Er war doch noch so fit, ich kann es kaum glauben. Ich habe mich zwar gewundert, dass er am Freitag nicht zum Spiel da war, habe aber gedacht, vielleicht hat er keine Zeit", sagte Kreische. Der 65-Jährige kannte Oeser sehr lange und ist wie der gesamte Verein tief betroffen: "Wolfgang Oeser war eine Figur, die bei Dynamo Dresden viele Höhen und Tiefen mitgemacht hat. Er hat ja noch mit meinem Vater zusammengespielt. Als ich dann aus der A-Jugend raus kam und in die Männermannschaft gekommen bin, hat er immer noch gespielt. Das war jemand, an dem man sich als junger Spieler orientieren konnte", erinnert sich der vierfache DDR-Oberliga-Torschützenkönig.

Wie Oeser den DNN wenige Tage nach dem Festakt zum 60-jährigen Bestehen der Marke Dynamo Dresden noch selbst erzählte, hatte ihm sein langjähriger Mitspieler Hans Kreische noch persönlich gebeten, seinen Sohn unter seine Fittiche zu nehmen: "Pass mir auf den Kleinen auf!, hat der Hans zu mir gesagt", so Oeser in seinem wohl letzten Interview. Dass er das befolgt hat, bestätigt "Hansi" Kreische: "Wolfgang Oeser hat mir den einen oder anderen Tipp gegeben. Er war zwar nicht mein Vorbild, weil das ja mein Vater war, aber ich habe ihn bewundert - vor allem wegen seiner Nervenstärke, wenn er die Elfmeter geschossen hat. Er war jemand, der wusste, was er wollte und der auf dem Platz den Ton angegeben hat."

Von 1956 bis 1968 spielte Oeser für Dynamo, war danach Mannschaftsleiter und Nachwuchstrainer. Ein Urgestein, das nicht nur den alten Kameraden fehlen wird, die sich noch regelmäßig im Hotel Kipping treffen. Die nächste Runde wird eine traurige - Oeser und seinen herzhaften Humor werden alle vermissen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.05.2013

JOL

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