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Kranke Jenny Elbe springt auf Platz sieben

Leichtathletik-EM Kranke Jenny Elbe springt auf Platz sieben

Jenny Elbe schaute im Amsterdamer Olympia-Stadion etwas enttäuscht in die Runde. Auch Trainer-Vater Jörg Elbe zuckte ein wenig bedauernd die Schultern. Es hieß so viel wie: „Mehr war heute nicht drin.“ Mit zweimal 14,08 m in den ersten beiden Sprüngen belegte die DSC-Dreispringerin in einem hochklassigen Feld am Ende den siebenten Platz.

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Geschwächt von einer Erkältung, musste Dreispringerin Jenny Elbe in Amsterdam verbissen um jeden Zentimeter kämpfen. Sie landete letztlich auf Rang sieben.

Quelle: dpa

Amsterdam/Dresden. Jenny Elbe schaute im Amsterdamer Olympia-Stadion etwas enttäuscht in die Runde. Auch Trainer-Vater Jörg Elbe zuckte ein wenig bedauernd die Schultern. Es hieß so viel wie: „Mehr war heute nicht drin.“ Mit zweimal 14,08 m in den ersten beiden Sprüngen belegte die DSC-Dreispringerin in einem hochklassigen Feld am Ende den siebenten Platz. Nach den Rängen 14 und neun bei den letzten beiden kontinentalen Titelkämpfen aber trotzdem eine Steigerung. Zumal die 26-Jährige gehandicapt in dieses Finale ging. „Mich hat es am Vortag richtig erwischt. Die Erkältung ist noch einmal ein bisschen stärker geworden“, sagte die Dresdnerin mit kratziger Stimme.

Auch Jörg Elbe erklärte: „Eine Bronchitis hat ihr leider die Kräfte geraubt und man hat gesehen, dass ihr förmlich die Luft ausging.“ Nach den beiden 14-Meter-Sätzen konnte sie sich nicht mehr steigern. Allerdings ging es der Chemnitzerin Kristin Gierisch nicht anders. Sie kam mit 14,03 m auf Rang acht. Beide waren bekanntlich in diesem Jahr schon deutlich weiter gesprungen, Jenny Elbe war im Vorkampf mit 14,24 m sogar nur vier Zentimeter unter ihrer Bestmarke geblieben. Allerdings hätten selbst diese 14,28 m Jenny Elbe am Ende nur um einen Platz nach oben gebracht. Den Titel sicherte sich die Portugiesin Patricia Mamona mit Landesrekord von 14,58 m Gold. Silber ging an die gebürtige Ukrainerin Hanna Minenko (Israel; 14,51 m) vor der eigentlichen Top-Favoritin Paraskevi Papahristou (14,47 m) aus Griechenland.

Jenny Elbe, die sich jetzt erst einmal richtig auskurieren will, um dann gesund in die heiße Phase der Vorbereitung für Rio zu starten, meinte zum Schluss: „Die ersten beiden Versuche waren noch ganz gut, aber nach dem Dritten habe ich gemerkt, dass die Kräfte schwinden. Das muss ich mir so eingestehen. Ich muss das auch akzeptieren. Ich ärgere mich natürlich total, dass es gerade jetzt sein muss, dass ich krank werde. Ich habe aber mein Bestes gegeben. Es ist trotzdem schade, dass es so ausgegangen ist. Ich konnte aber nicht schnell genug anlaufen. Ein paar Fehler haben sich dann eingeschlichen, wenn man kraftlos ist.“ Ihr Olympia-Ticket hatte sie aber als Deutsche Meisterin bereits vor dieser EM schon sicher in der Tasche.

Ganz anders als ihr Vereinsgefährte Lars Hamann. Der Speerwerfer, der im EM-Vorkampf ausgeschieden war, musste gestern noch einmal zu einem Stechen (DNN berichteten) in Offenburg antreten. Bundestrainer Boris Obergföll hatte diesen Wettkampf kurzfristig angesetzt, weil insgesamt fünf Werfer die Olympia-Norm überboten hatten. Lediglich die beiden Weltranglistenführenden Thomas Röhler und der Ex-Dresdner Johannes Vetter gelten als gesetzt für Rio und mussten nicht antreten. Um den dritten Olympia-Startplatz duellierten sich in erster Linie der Mainzer Julian Weber, der mit 86,83 m als Fünfter in der Weltjahresbestenliste notiert ist. Hamann rangiert mit 85,67 m auf Platz neun. Deshalb kehrte der 27-jährige Schützling von Katharina Wünsche am Freitag von der EM zurück und begab sich mit seiner Trainerin am Sonnabend nach Offenburg.

Doch leider klappte es nicht mit dem gewünschten Ergebnis. Während Lars Hamann zwar eine stabile Serie hinlegte und mit 83,17 m auch diesmal die Olympia-Norm (83 m) überbot, gelang Julian Weber im sechsten und letzten Durchgang mit 88,04 m ein „Riesenwurf“. Damit dürfte er morgen bei der endgültigen Nominierung die besseren Karten haben. „Das ist schade, aber es wird wohl gegen uns laufen“, zeigte sich Wünsche traurig und meinte: „Da müssen wir jetzt die Nominierung am Dienstag abwarten. Speerwerfen ist eben derzeit die stärkste deutsche Disziplin mit vier Athleten unter den Top-ten der Welt.“

Von Astrid Hofmann

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