Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Kommentar: Dynamo Dresden kämpft an vielen Fronten

Kommentar: Dynamo Dresden kämpft an vielen Fronten

Die 0:3-Pleite auf dem Betzenberg war ernüchternd, sie hätte für Dynamo sogar noch höher ausfallen können. Doch damit durfte man rechnen. Die Roten Teufel, verstärkt mit sechs hochkarätigen Winter-Neuzugängen, gehören eigentlich nicht in diese Liga, sie mischen im Aufstiegsrennen kräftig mit.

Für die im Abstiegskampf um ein Lebenszeichen bemühten, aber harmlosen Gäste aus Dresden dreht sich die Abwärtsspirale indes immer schneller. Der Sturm ist weiter ein laues Lüftchen, die Abwehr anfällig. Das wurde schon beim 0:0 zu Hause gegen Duisburg deutlich. Trainer Peter Pacult ist wahrlich nicht zu beneiden, er durfte sein Team anno 2013 auch bei weitem nicht so verstärken wie im Winter 2005/06, als Ulich, Votava und Wagefeld aus der Bundesliga kamen.

Der Österreicher hat nun die schwere Aufgabe, die deprimierte Truppe auf einen Sieg gegen Sandhausen einzuschwören, das Dynamo gestern nicht nur in der Tabelle überholte, sondern sich beim 4:1 über St. Pauli auch noch eine Megaportion frisches Selbstvertrauen einverleibte. Das Sechs-Punkte-Spiel am Sonntag vor heimischer Kulisse zu gewinnen, wird ohne den gelbgesperrten Kempe noch schwerer. Vielleicht fällt auch Gueye (muss heute zum MRT) noch aus.

Entscheidend wird sein, wie am Sonntag das Publikum reagiert. Unterstützt oder demotiviert es die eigene Mannschaft? Auf dem Betze sind ihr etliche Chaoten schon in den Rücken gefallen, als es noch 0:0 stand. Schläger, Pöbler und Pyromanen, die sich einen Dynamo-Schal kaufen, um ihn zur Vermummung zu nutzen, haben sich auf der Bühne Fußball wieder einmal ausgetobt. Das Spiel der Schwarz-Gelben oder deren Pokalteilnahme 2013/14 interessieren sie wenig. Sie spielen ihr eigenes Spiel, stiften Chaos und ergötzen sich am Entsetzen der Allgemeinheit. Aus der Menge fordern sie den Staat heraus. Wie lange will sich der das noch gefallen lassen? Dass Vereine und Verband mit der Lösung des Gewaltproblems überfordert sind, ist doch kein Geheimnis mehr.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.02.2013

Jochen Leimert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr