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Knockout kurz vor Schluss - Dynamo Dresden verliert auch auf St. Pauli

Knockout kurz vor Schluss - Dynamo Dresden verliert auch auf St. Pauli

Zweitliga-Schlusslicht Dynamo Dresden hat den Befreiungsschlag verpasst und stattdessen die dritte Niederlage in Folge kassiert. Die Mannschaft von Interimstrainer Steffen Menze verlor gestern vor 28 587 Zuschauern ein hochdramatisches Spiel beim FC St.

Hamburg.

Pauli mit 1:2 (0:0), obwohl die Truppe wenige Minuten vor dem Ende schon wie der Sieger ausgesehen hatte. Nachdem Cristian Fiel per Elfmeter die Chance zum 2:1 für Dynamo versemmelt hatte (80.), verwandelte Hamburgs Joker Sebastian Maier seinerseits einen Freistoß zum Sieg. Fiel haderte hinterher mit dem vergebenen Elfmeter: "Wenn ich den mache, gewinnen wir das Spiel."

Mit Spannung war die Aufstellung Menzes erwartet worden - und der 44-Jährige begann mit vier neuen Leuten in der Startelf. Im linken Mittelfeld kam Tobias Kempe für den verletzten Filip Trojan in die Mannschaft, hinter ihm kehrte Sebastian Schuppan auf die Position des Linksverteidigers zurück, die zuletzt Adnan Mravac ausgefüllt hatte. Der Ex-Mattersburger rückte für Adam Susac in die Innenverteidigung. Auf der rechten Außenposition ersetzte überraschend Christoph Menz Thorsten Schulz. Vor Menz durfte Robert Koch sein erstes Pflichtspiel in dieser Saison bestreiten, Idir Ouali erhielt eine Denkpause.

Mit der neuen Formation fand Dynamo schwer in die Partie, die Hamburger machten wie erwartet Druck. Als Schuppan im eigenen Strafraum der Ball an den ausgefahrenen rechten Arm sprang, forderten die Gastgeber Elfmeter, doch Schiedsrichter Manuel Gräfe aus Berlin reagierte nicht (3.). St. Pauli haderte aber nicht lange mit dem Unparteiischen, sondern drückte weiter und kam zu Gelegenheiten. Die beste Chance der Paulianer in der Anfangsphase besaß John Verhoek, der einen Eckball des starken Christopher Buchtmann aufs Tor köpfte - Benjamin Kirsten konnte aber auf der Linie im Nachfassen klären (22.).

Seine Vorderleute hatten Probleme mit dem Spielaufbau. Schnell ging der Ball verloren, Kombinationen sah man kaum. Nur in der 25. Minute war das einmal anders: Zlatko Dedic wurde auf der linken Seite geschickt, seine Flanke erreichte den Kopf von Mohamed Amine Aoudia, Philipp Tschauner im Hamburger Tor lenkte den Ball aber noch über die Latte. Es war nicht das einzige Mal, dass Tschauner vor dem Halbzeitpfiff eingreifen musste - bei einem Hinterhaltsschuss von Menz wurde er abermals gefordert (36.). Ansonsten bestimmten die Hanseaten das Geschehen klar. Buchtmann (33.) und Thy (44.) setzten den Ball aber über bzw. neben das Gehäuse von Kirsten. Insgesamt gaben die Hamburger bis zur Pause 14 Torschüsse ab, ohne aber damit zum Erfolg zu kommen. Dynamo konnte sich auch bei Gräfe bedanken, mit dem 0:0 in die Kabine gehen zu dürfen, denn der Referee hätte in der 33. Minute erneut Elfmeter für die Kiezkicker pfeifen können: Mravac hatte Thy im Strafraum attackiert, der 21-jährige Hamburger war kopfüber zu Boden gegangen.

Glück hatten die Schwarz-Gelben auch nach Wiederanpfiff, als Marcel Halstenberg einen 20-Meter-Freistoß an den linken Pfosten hämmerte (47.). Dynamo gelang wenig zunächst Zählbares, obwohl bei St. Pauli die Kräfte zusehends nachließen. Immerhin prüfte Anthony Losilla noch einmal Tschauner (53.). Weil Dedic zwei Minuten später nach gutem Koch-Zuspiel zu lange zögerte, wurde er in aussichtsreicher Position noch gebremst. In der 70. Minute durfte Aoudia aber jubeln: Bei Fiels Eckball stieg der Algerier am höchsten und köpfte die Kugel ein.

Die Freude währte aber nicht lange, denn Florian Kringe verkürzte nach einem Buchtmann-Freistoß umgehend (73.). Als dann Bernd Nehrig den eingewechselten Ouali im Strafraum foulte, trat Fiel zum Elfer an, doch Tschauner parierte den Ball mit einer Hand (80.). Ein Stich ins Herz der Dresdner, für die es dann noch schlimmer kam: Der 19-jährige Maier stürzte sie mit seinem Freistoß noch tiefer ins Tal der Tränen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.08.2013

Tina Hofmann

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