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Klarer Fan-Auftrag: Dynamo Dresden kämpft weiter gegen Ausschluss

Klarer Fan-Auftrag: Dynamo Dresden kämpft weiter gegen Ausschluss

Auch auf Druck seiner Fans will Dynamo Dresden den Pokal-Ausschluss für die nächste Saison vor dem Ständigen Schiedsgericht des DFB anfechten. „Es gab ein klares Zeichen, es soll die nächste Instanz angerufen werden“, sagte Dynamo-Präsident Andreas Ritter der Nachrichtenagentur dpa.

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Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden wird weiter gegen den Ausschluss aus dem DFB-Pokal für die kommende Saison vorgehen.

Quelle: dpa

Zuvor hatte auch das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes die Sperre des Zweitligisten für die nächste Pokal-Saison bestätigt, weil Anhänger des Vereins wiederholt bei Cupspielen randaliert hatten.

Nach dem Urteil hatte die Vereinsspitze bei einem Treffen im Glücksgas-Stadion am Freitagabend den Kontakt zur Fanszene gesucht. „Nach manchem, worüber ich schon beschämt war, bin ich hier sehr stolz auf unseren Verein. Denn es wurde kontrovers und sachlich mit den Ultras, Fans und Interessierten diskutiert“, sagte Geschäftsführer Christian Müller. Die Fans sprachen sich mit großer Mehrheit für den Gang in die nächste Instanz aus.

Müller betonte, dass der Verein bei seinem juristischen Vorgehen nach wie vor das Prinzip der verschuldensunabhängigen Haftung infrage stellen wird. „Denn erstens spielt Schuld keine Rolle und zweitens würde uns das Prinzip der Strafverschärfung in Existenznot bringen, wenn wieder Vorfälle zu beobachten wären“, erklärte er. Der Verein will nicht als „Sündenbock“ herhalten.

Die Regel der verschuldensunabhängigen Haftung ist indes in der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB verankert. Paragraf 9 a besagt, dass Vereine für das Fehlverhalten ihrer Fans auch dann zur Rechenschaft gezogen werden können, wenn ihnen keine Schuld nachgewiesen werden kann. „Diese Bestimmung ist unverzichtbar“, sagte der frühere Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Rainer Koch.

So hatte am Donnerstag auch der Vorsitzende Richter des Bundesgerichts, Goetz Eilers, argumentiert. „Die Alternative wäre, wir tun nichts. Und wir können nicht kapitulieren, die Verbände brauchen diese Vorschrift. Sie wird auch in Zukunft Fortbestand haben. Sie ist international gebräuchlich“, erklärte Eilers.

Damit will sich Dresden nicht abfinden. Er wisse, dass Dynamo tatsächlich öfter die Regeln des Fair-Play verletzt habe, aber es sei logistisch unmöglich, so Müller, „Idioten und Kriminelle wirklich wirksam auszuschließen. Insofern sollte die Gerichtsbarkeit mehr das sehen, was wir tun wollen und uns nicht die Mittel nehmen, um die, auch im Sinne des DFB liegenden Ziele, zu verfolgen“, forderte er.

Bei der Versammlung, auf der 500 Fans und Interessierte mit der Vereinsspitze diskutierten, gab es ein deutliches Votum. „Es war ein klares Zeichen, dass der Verein alle Hebel in Bewegung setzen und alle Instanzen beackern soll, um zu zeigen, dass dieses Urteil, wie es jetzt besteht, nicht angenommen werden kann“, sagte ein Sprecher der Fanszene Dresden. Daneben wurde ein Neun-Punkte-Plan beschlossen, der in den kommenden Tagen veröffentlicht werden soll. Sollte Dynamo aus dem Pokal ausgeschlossen bleiben, sollen Freundschaftsspiele organisiert werden.

Dynamo war nach den Vorkommnissen rund um die Zweitrundenpartie im DFB-Pokal bei Hannover 96 am 31. Oktober 2012 mit dem Ausschluss aus dem Wettbewerb 2013/14 bestraft worden. Das Berufungsverfahren hatte das erstinstanzliche Urteil am Donnerstag bestätigt.

Von Tina Hofmann, dpa

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