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Kitambala schon in Dresden

Kitambala schon in Dresden

Saint-Étienne/Dresden (DNN). Die offizielle Bestätigung von Dynamo Dresden fehlt noch auf der SGD-Homepage, doch sie wird nicht mehr lange auf sich warten lassen, denn Lynel Kitambala stürmt zu den Schwarz-Gelben.

Von Jochen Leimert

Saint-Étienne/Dresden (DNN). Die offizielle Bestätigung von Dynamo Dresden fehlt noch auf der SGD-Homepage, doch sie wird nicht mehr lange auf sich warten lassen, denn Lynel Kitambala stürmt zu den Schwarz-Gelben. Sportchef Steffen Menze und der 23-jährige Angreifer vom AS Saint-Étienne machten sich gestern bereits auf den Weg nach Elbflorenz. Warum die Dresdner die mit dem französischen Rekordmeister ausgehandelte Ausleihe für ein Jahr noch nicht verkündeten, erklärte sich Kitambala-Berater Andreas Hofmann so: "Sie wollen noch den Medizincheck abwarten, bevor sie sich offiziell äußern."

Hofmann freilich bestätigte, was der Präsident des AS Saint-Étienne, Roland Romeyer, schon am späten Sonntagabend auf der vereinseigenen Internetseite verkündet hatte: Kitambala, bei den Franzosen noch bis 2015 unter Vertrag, darf sich bei den Schwarz-Gelben ausprobieren. "Von der vertraglichen Seite ist alles klar", meinte Hofmann, der auch Anthony Losilla und Idir Ouali berät und schon Kitambalas Landsleute nach Dresden vermittelte.

Speziell Losilla, der bereits Ende Mai einen Zweijahresvertrag beim Team von Trainer Ralf Loose unterschrieben hatte, machte Kitambala Appetit auf Dynamo, wo sich der frühere U21-Nationalspieler Frankreichs vor allem Spielpraxis erhofft. Hofmann sagte: "Saint-Étienne ist ein sehr starkes Team. Sie haben im Moment ihre Stürmer, und Lynel war in einer Situation, wo er sich entscheiden musste, ob er Gefahr läuft, wieder nicht regelmäßig zu spielen und seine Karriere zu riskieren oder zu wechseln. Er hat vorher auch mit Anthony telefoniert, gefragt, wie Dresden und auch die Liga so ist. Als der ihm zuriet, war Lynel an einem Punkt, wo er gesagt hat, das interessiert ihn, das will er machen." In Saint Étienne wäre Kitambala nach wie vor nur Nummer drei gewesen, so Hofmann. Dort stellte gerade Pierre Aubameyang, ein Stürmer aus dem Gabun, seine Klasse unter Beweis, als er am Sonntag beim 4:0 gegen Stade Brest zwei Tore erzielte.

In Saint-Étienne lief es für den 1,77 Meter großen Kitambala in der letzten Saison nur mäßig, dort kam er nur auf 16 Einsätze. Keiner davon ging über 90 Minuten, in keinem gelang ihm ein Treffer. Dabei war er im Jahr zuvor beim Erstliga-Kontrahenten FC Lorient in 27 Spielen zu sechs Treffern gekommen. Bevor der Stürmer, der in Creil geboren ist und kongolesische Vorfahren hat, in Lorient spielte, kickte er schon in Dijon (2. Liga/13 Tore in 34 Spielen) und in Auxerre (1. Liga/8 Einsätze, kein Tor). Dort wurde er ausgebildet, schaffte erstmals den Sprung in die Ligue 1, bevor ihn Auxerre nach Dijon auslieh. 2010 waren der FC Sevilla, der AC Florenz und der SC Freiburg schon einmal an ihm dran.

An seine beste Zeit in Dijon würde der Linksfuß nun gern anknüpfen. Hofmann preist ihn in den höchsten Tönen an: "Lynel hat einen sagenhaft guten Speed, er ist auch technisch sehr stark. Das ist der ideale Mann, der um Mickael Poté herumspielen, im 4-4-2 als zweite Spitze agieren." Hofmann glaubt, dass er sich schnell bei Dynamo zurechtfinden und auch spielen wird: "Ich denke mal, dass ihn der Ralf am Freitag schon einsetzen wird." Bei Petar Sliskovic fackelte Loose auch nicht lange, wechselte den fünf Tage zuvor aus Mainz gekommenen Kroaten beim 3:1 in Duisburg ein. Demnach könnte Kitambala schon gegen Kaiserslautern sein Dynamo-Debüt feiern - wenn er den Medizincheck bestanden hat.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.08.2012

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