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Kempe will mit Dynamo Dresden in Aue die volle Punktausbeute einfahren

Kempe will mit Dynamo Dresden in Aue die volle Punktausbeute einfahren

Zwei Jahre lang kickte er mehr als passabel in Aue. Mit den "Veilchen" erkämpfte er unter Trainer Rico Schmitt in der Saison 2011/12 als Aufsteiger sensationell die Herbstmeisterschaft sowie Platz fünf im Endklassement und war auch in der Spielzeit darauf Stammspieler, nun kehrt Tobias Kempe schon zum zweiten Mal innerhalb von knapp fünf Monaten mit einer anderen Mannschaft ins Lößnitztal zurück.

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Tobias Kempe kam nach zwei Jahren in Aue über die Zwischenstation Paderborn im Januar zu Dynamo. Am Sonntag kehrt er mit den Schwarz-Gelben ins Erzgebirge zurück.

Quelle: imago/picture point

Und wieder hat der 23-Jährige das gleiche Ziel: drei Punkte mitzunehmen.

Beim ersten Mal, als der aus Wesel am Niederrhein stammende Profi im September im für die Auer Stammzuschauer ungewohnten Paderborner Trikot auflief, ging sein Wunsch in Erfüllung. So soll es auch beim nächsten Gastspiel, dem am Sonntag (13.30 Uhr) mit Dynamo, laufen: "Wir fahren dahin, um zu gewinnen." Ein Punkt beim direkten Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt wäre ihm schon zu wenig: "Ja, das glaube ich. Jeder sieht doch, wie eng das unten ist."

Abzusteigen, das will Kempe unbedingt verhindern. Der fünffache U20-Nationalspieler (damals noch für Werder Bremen II aktiv) verließ extra das beschauliche Aue, als er erkennen musste, dass im Erzgebirge auch trotz moderner Filteranlagen in den benachbarten tschechischen Industrieschloten die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Aue, im verflixten zweiten Jahr im Bundesliga-Unterhaus in Abstiegsnot geraten, hätte den dribbelstarken Tattoo-Fan gern behalten, doch er entschied sich im vergangenen Sommer für den SC Paderborn, obwohl auch Dynamo an ihm dran war: "Ich hatte andere sportliche Vorstellungen damals, ich wollte den nächsten Schritt machen."

Als in Ostwestfalen der Rotstift kursierte, die 1. Bundesliga in weite Ferne rückte und wie in Aue auch ein neuer Trainer kam, der nicht hundertprozentig von ihm überzeugt schien, ging Kempe doch noch nach Dresden, um hier einen Neuanfang zu starten. Bei Trainer Peter Pacult schaffte er es auf Anhieb in die Startelf, doch die fünfte Gelbe beim 0:3 in Kaiserslautern raubte ihm im zweiten Punktspiel für Dynamo etwas den Schwung. Beim 1:1 in Ingolstadt und beim 1:0 über Hertha lief es bei ihm durchwachsen, weswegen er nun in Aue doppelt motiviert ist, seine zweifellos vorhandene Klasse zu zeigen. Dass ihm wie bei seinem Comeback mit Paderborn, als die Gäste 1:0 im Lößnitztal gewannen, einige Pfiffe entgegen schallen werden, nimmt er gelassen hin. Er habe auch noch einige Freunde dort, sagt er.

Dynamos Chancen, den Abstiegskrimi zu gewinnen, schätzt Kempe als gut ein. "Wir haben gegen Hertha gesehen, dass wir auch einen Aufstiegsfavoriten schlagen können. Wir können mit Selbstvertrauen nach Aue fahren und sollten möglichst drei Punkte holen." Wenn vorm Anpfiff traditionell das Steigerlied erklingt, wird er nicht mitsingen. Er fühlt sich jetzt Dynamo und den vielen Dresdner Fans verbunden - erst recht seit dem Hertha-Spiel: "Wir haben 30 000 im Stadion gehabt, in Aue sind es nur 10 000. Da ist schon eine ganz andere Stimmung im Stadion. Hier macht es mir mehr Spaß, vor der Heimkulisse zu spielen, als in Aue."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.03.2013

Jochen Leimert

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