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Kein Stadionausbau für Dynamo Dresden - Betreiber erteilt Wünschen eine klare Absage

Kein Stadionausbau für Dynamo Dresden - Betreiber erteilt Wünschen eine klare Absage

Aus Sorge, im freien Verkauf nur noch schwer an Karten zu kommen, schoss die Mitgliederzahl von Dynamo Dresden in der Aufstiegseuphorie im letzten Jahr durch die Decke.

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Hans-Jörg Otto hat genug zu tun, die Arena halbwegs wirtschaftlich zu betreiben. Das "Geisterspiel" brachte der Projektgesellschaft Einbußen von 80 000 Euro.

Quelle: Archiv

Dresden . Dresden (DNN/JOL). Aus Sorge, im freien Verkauf nur noch schwer an Karten zu kommen, schoss die Mitgliederzahl von Dynamo Dresden in der Aufstiegseuphorie im letzten Jahr durch die Decke. Wiederholt war das Glücksgas-Stadion ausverkauft, zuletzt beim "Geisterspiel" weit über dem maximalen Fassungsvermögen von rund 32 000 Plätzen. Bei 41 738 verkauften Karten für das Spiel gegen den FC Ingolstadt fragten sich nicht wenige Fans: Wie lange kommen wir mit der Stadionkapazität noch aus? Was ist, wenn Dynamo in ein paar Jahren mal in der 1. Bundesliga spielen sollte?

Sogar Dynamo-Trainer Ralf Loose ließ sich angesichts der enormen Resonanz auf die nicht alltägliche "Geisterticket"-Aktion zu dem wohl eher scherzhaft gemeinten Einwurf hinreißen, "dass die Pläne zum Ausbau des Stadions zumindest langsam mal überdacht werden müssen". Flammt da eine alte Debatte wieder auf, die mit der Entscheidung für das 2009 fertiggestellte HBM-Projekt beendet schien?

Stadionmanager Hans-Jörg Otto erteilte den Träumen heißblütiger Fans und dem Wunsch des ambitionierten Trainers eine Absage: "Da verschwenden wir gar keinen Gedanken daran. Das ist auch erst einmal in Stein gemeißelt." Wie auch in der Planungs- und Bauphase nach außen kommuniziert und schon damals von Fans kritisiert, sei ein Ausbau des größten Ein-Rang-Stadions in Deutschland schon technisch gar nicht machbar: "Das geht auf gar keinen Fall." Das habe er auch schon Leuten klar gemacht, die ihn nach Ausbaumöglichkeiten fragten, als es um das Relegationsspiel ging. "Wenn die Nachfrage größer ist als die Zahl der Plätze, kommt das immer mal wieder auf", zeigt sich Otto wenig überrascht.

Anders als Wolfsburg oder Leverkusen, die vergleichbar große Stadien besitzen, habe Dresden zwar das Potenzial bei bestimmten Spielen ein Stadion wie das in Frankfurt/Main (51 500 Plätze) zu füllen, "aber dann muss man die Frage stellen: Wer soll das bezahlen, wer soll es betreiben? Da ist ja keiner", weiß Otto. Der Unterhalt von Großstadien sei verdammt teuer: "Was die Allianz-Arena nachts um drei an Strom verbraucht, ist fast soviel wie das, was unser Stadion bei Hochbetrieb benötigt." Und eine höhere Stadionmiete ist gewiss das Letzte, was Dynamo braucht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.03.2012

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