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Kein Geld in Polen: Ssuschke-Voigt streikt

Kein Geld in Polen: Ssuschke-Voigt streikt

Die beiden deutschen Volleyball-Nationalspielerinnen Corina Ssuschke-Voigt und Margareta Kozuch haben am Sonntag zu einem ungewöhnlichen Mittel gegriffen: Sie traten bei ihrem polnischen Verein Atom Trefl Sopot in den Streik, liefen zum Ligaspiel gegen Bydgoszcz nicht auf.

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Corina Ssuschke-Voigt (re.) und Margareta Kozuch verfolgen in Sopot das Ligaspiel gegen Bydgoszcz nur als Zuschauer.

Dresden . Der Grund ist so einfach wie verständlich: "Wir haben seit fünf Monaten keinen Cent gesehen. Das heißt, ich erhalte seit Saisonbeginn kein Gehalt", klärt die ehemalige DSC-Volleyballerin Corina Ssuschke-Voigt auf.

Dabei hatte sich die 28-Jährige vor ihrem Wechsel vom tschechischen Prostejov an die polnische Ostseeküste ausführlich über den Verein informiert. "Alle haben erzählt, dass dort immer pünktlich gezahlt wird, es noch nie Probleme gab. Deshalb hatte ich keine Bedenken, habe mich auf die neue Herausforderung gefreut", so "Curry", die aber bitter enttäuscht wurde. "Als Anfang Dezember die komplette Vereinsführung ausgetauscht wurde, hieß es, die finanziellen Engpässe hätten damit zusammengehangen und wir würden unser Geld nun bekommen. Im Januar ging das Vertrösten von Woche zu Woche weiter. Bis heute haben wir nichts", berichtet Ssuschke-Voigt, die ihren Lebensunterhalt in Sopot von ihrem Ersparten bestreitet.

Im Dezember verließ schon ihre türkische Mitspielerin Neriman Ozsoy aus diesem Grund den Klub, letzte Woche flog die spanische Nationalspielerin Amaranta Fernandez zurück in ihre Heimat. Zwei Co-Trainer verließen Sopot gleichfalls, auch der italienische Chefcoach Alessandro Chiappini soll vergeblich auf sein Salär warten. Für die deutschen Vize-Europameisterinnen, die den Versprechungen lange Glauben schenkten, ist eines jetzt besonders bitter: "Die Wechselfrist endete am 31. Januar, damit kommen wir bei keinem anderen Verein mehr unter", erklärt Corina Ssuschke-Voigt, die mit ihren Kolleginnen letzte Woche eigentlich allen Grund zum Jubel hatte. Da besiegten sie im ersten Achtelfinale der Champions League den haushohen Favoriten Rabita Baku (gegen den der DSC in der Vorrunde zweimal 0:3 verlor). Ssuschke-Voigt und Kozuch steuerten dazu 34 Punkte bei. Ob sich beide heute mit auf den Weg zum Rückspiel nach Aserbaidschan machen, stand gestern noch nicht fest. "Das müssen wir noch mit unseren Managern klären. Aus sportlicher Sicht möchte ich natürlich unbedingt spielen, dazu beitragen, dass wir den Sprung in die nächste Runde schaffen", meinte die gebürtige Chemnitzerin.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.02.2012

A. Hofmann

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