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Kein Geld für Tribünen-Sanierung: Vorstand des Dresdner Rennvereins tritt zurück

Kein Geld für Tribünen-Sanierung: Vorstand des Dresdner Rennvereins tritt zurück

Im letzten Sommer sorgte die teilweise Sperrung der denkmalgeschützten Holztribüne wegen Brandschutz- und Statikmängeln auf der Galopp-Rennbahn in Seidnitz für großen Wirbel.

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Die Holztribüne auf der Galopp-Rennbahn in Seidnitz muss mit hohem finanziellen Aufwand umgebaut werden, damit sie neuen Sicherheitsstandards genügt. Das überfordert aber den Rennverein.

Quelle: Archiv

Das Bauaufsichtsamt hatte später die Durchführung der letzten Renntage der Saison unter bestimmten Auflagen gestattet. Jetzt eskaliert die Situation rund um das Thema "Holztribüne" erneut, denn gestern trat in diesem Zusammenhang sogar der komplette Vorstand des Dresdner Rennvereins per 29. Januar zurück.

Präsident Matthias Stier erläutert die Gründe: "Ende vergangener Woche habe ich in Zusammenhang mit der zu erwartenden Baugenehmigung in unserem Architekturbüro erfahren, welche Kosten mit der Tribünensanierung auf den Rennverein zukommen. Das wird ein guter sechsstelliger Betrag sein, mit 100000 Euro ist es nicht getan. Für die Investitionen sehe ich derzeit keine Gegenfinanzierung. Das überfordert unser Budget, obwohl der Dresdener Rennverein augenblicklich den geringsten Schuldenstand seit 1996 verzeichnet", so der Rechtsanwalt.

Er weiß aber auch, dass im Bereich öffentlicher Veranstaltungen in den vergangenen Jahren bundesweit die Standards für Sicherheit, Evakuierung, Statik und Brandschutz infolge leidvoller Erfahrungen bei Großevents mit Großschadenslagen erheblich gestiegen sind. So wären auch die Auflagen für die alte Holzkonstruktion immer größer geworden und damit auch die zu erwartenden Kosten. Deshalb zogen er und seine Vorstandsmitglieder erst einmal die Notbremse und traten zurück. Allerdings mit der Maßgabe, bei der für den 29. Januar einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung des Rennvereins eine Lösung zu finden. "Wir führen intensive Gespräche mit der Stadt, Förderern und Sponsoren. Wenn uns die Mitglieder am 29. Januar das Mandat weiterhin erteilen, wollen wir die Sache natürlich bis zum Ende durchziehen", so Matthias Stier. Er fügte hinzu: "Nicht nur als Erbbauberechtigter der stadteigenen Immobilie fühlen wir uns dem Denkmalschutz und Sicherheitsauflagen verpflichtet."

Unterstützung erhofft sich der Vorstand bei diesem sensiblen Thema wohl auch vom langjährigen Vorsitzenden und Ehrenpräsidenten Christoph Winkler, der sich als Bauunternehmer natürlich in der Materie besonders gut auskennt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.01.2013

ah

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