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Kaputtes Hallendach: Existenz der Dresdner Eislöwen hängt am seidenen Faden

Kaputtes Hallendach: Existenz der Dresdner Eislöwen hängt am seidenen Faden

Eislöwen-Geschäftsführer Matthias Broda hat nach einem Treffen mit Sven Mania, Leiter des Sportstätten- und Bäderbetriebes, Alarm geschlagen.

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Dresden. Dresden (DNN). Eislöwen-Geschäftsführer Matthias Broda hat nach einem Treffen mit Sven Mania, Leiter des Sportstätten- und Bäderbetriebes, Alarm geschlagen. Die weitere Existenz des Dresdner Zweitligisten hänge am seidenen Faden, macht Broda deutlich. So sei nach Aussage der Stadt die Sanierung des Daches der Energie-Verbund-Arena frühestens Ende Oktober fertig. Dabei dürfen aber keine weiteren Verzögerungen durch Regen oder eventuelle Überraschungen bei Öffnung des Daches den Ablauf stören.

"Die Situation ist für uns noch brisanter als im Februar und sie ist ohne unser Verschulden zustande gekommen. Ohne die Unterstützung der Stadt steht die Existenz der Dresdner Eislöwen auf dem Spiel", bringt es der Noch-Geschäftsführer auf den Punkt. Die Gründe liegen auf der Hand. So konnten die Eislöwen den geplanten Dauerkartenverkauf aufgrund der unklaren Situation bisher nicht starten. "Damit fehlen uns Einnahmen und das führt zu einem Liquiditätsproblem", so Broda.

Dass keine Vorbereitungsspiele in der Arena stattfinden können, führt ebenfalls zu finanziellen Verlusten. "Und nicht zuletzt wird uns die Lizenz nur mit einer geeigneten Spielstätte erteilt. Bei Lizenzentzug wäre unser Standort auf Jahre zerstört und es hätte auch erheblichen Einfluss auf den Nachwuchs, der auf der Basis des Kooperationsvertrages zwischen GmbH und Stammverein wesentliche Unterstützung erhält", weist Broda auf das mögliche Horrorszenario hin und beklagt zugleich: "Die Stadt hat im Moment keine Ausweichspielstätte parat und auch für einen finanziellen Ausgleich konnte keine Zusage gemacht werden."

Allerdings wollen beide Seiten nach Lösungsmöglichkeiten suchen. So kündigt Matthias Broda an: "Wir werden nach einer Ausweichspielstätte außerhalb von Dresden suchen und zudem mehrere Kostenaufstellungen erarbeiten, für den Fall einer Spielstätte außerhalb von Dresden und auch für den Fall einer mobilen Eisfläche, die vielleicht in der Messehalle installiert werden könnte. Außerdem erstellen wir Verlustrechnungen für die verschiedenen Varianten." Der Geschäftsführer, der gestern mit seinem designierten Nachfolger Danilo Klee zur Ligentagung und Gesellschafterversammlung der ESBG in München war, stellt auf jeden Fall klar: "Die kommende Saison wird nur gespielt, wenn vor dem Saisonstart alle Probleme bis ins Detail geklärt sind." Ein weiteres Treffen mit Vertretern der Stadt Dresden wurde für nächste Woche vereinbart.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.07.2012

Astrid Hofmann

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