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Kanadierin beim Dresdner SC: Spezialwürste, Gangschaltung, Siegertanz

Kanadierin beim Dresdner SC: Spezialwürste, Gangschaltung, Siegertanz

Shanice Marcelle ist hellwach und sprüht vor Energie. Dabei hat die kanadische Volleyball-Nationalspielerin seit ihrer Ankunft in Dresden bereits ein volles Programm absolviert: Papierkram beim DSC erledigt, Behördengänge für Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bewältigt, die neue Wohnung bezogen.

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Keine Spur von Jetlag: Shanice Marcelle hellwach vor dem Dresdner Zwinger.

Quelle: Lutz Hentschel

Keine Spur von Jetlag. Dennoch posierte die 23-jährige Angreiferin gestern locker für die Fotografen vor dem Zwinger und beantwortete Fragen von neugierigen Journalisten. Sie habe nur Gutes über Dresden und ihre künftige Mannschaft gehört, sagt Shanice. Die Auskünfte bekam sie von ihrem Nationaltrainer Arnd Ludwig, der sieben Jahre die DSC-Damen coachte. "Er hat mir erzählt, dass er sich immer wohlfühlte, dass der Verein und das Umfeld perfekt sind", so die 1,83 Meter große Schmetterkünstlerin, die über eine Empfehlung Ludwigs schmunzeln musste: "Ich soll unbedingt zu Fleischermeister Jürgen Müller und dessen Spezialwürste probieren." Allerdings verrät die aus Toronto stammende und in Victoria aufgewachsene junge Frau, dass sie sich vor jedem Wettkampf noch auf andere Art stark macht: "Ich liebe Musik und tanze gern. Vor einem Spiel pushe ich mich mit Hip-Hop und wenn ich allein bin, tanze ich dazu." Ob sie in Dresden vielleicht sogar ein "Siegertänzchen" wie die Tennisspielerin Andrea Petkovic kreiert, will sie sich noch überlegen.

Vor allem möchte Shanice bei ihrem ersten Auslandsengagement erfolgreich Volleyball spielen. "Ich denke, ich verfüge über eine gute Ballkontrolle, wozu vielleicht auch Beachvolleyball beigetragen hat. Die größten Reserven sehe ich im Block", erzählt Marcelle, die eigentlich Leichtathletin werden wollte. "Doch weil ich so groß war, bin ich beim Volleyball gelandet." Auch ihre zwei Jahre ältere Schwester baggerte und pritschte mit dem Ball, arbeitet inzwischen aber als Model. Weil der Papa Football spielte, mag Shanice diese Sportart ganz besonders, dagegen - etwas untypisch für eine Kanadierin - findet sie Eishockey langweilig. In den letzten Jahren schmetterte die Studentin für das College Team der University of British Columbia, wurde mit den "Thunderbirds" fünf Mal Meisterin, war dazu 2009 auch kanadische U18-Titelträgerin im Beachvolleyball. Ihr Freund Chris spielte übrigens auch Volleyball an der Uni. "Er ist in Vancouver geblieben, will mich aber im November besuchen. Bis dahin werden wir skypen", meint sie lächelnd.

Ihre neuen DSC-Kolleginnen lernt sie am Montag kennen. Heute bekommt sie erst einmal ihr neues Auto. "Ich war bisher nur Automatik gewöhnt, muss lernen, mit einer Gangschaltung klarzukommen", sagt Shanice. DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann versprach ein Sondertraining auf dem Parkplatz der Margon-Arena-

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.09.2013

ah

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