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Junge Dresdner sind für Olympia-Bewerbung

Junge Dresdner sind für Olympia-Bewerbung

Das hanebüchen anmutende Ansinnen der Stadt Altenberg, sich mit Dresden im Schlepptau für die Olympischen Winterspiele 2026 zu bewerben, stößt in der sächsischen Landeshauptstadt auf mehr Unterstützer als man denkt.

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Laut dem aktuellen DNN-Barometer sind 47 Prozent der Dresdner der Meinung, dass man es ruhig auf einen Versuch ankommen lassen sollte. 62 Prozent sehen in Dresden eine würdige Olympiastadt. Für die Erhebung befragte das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden im Auftrag unserer Zeitung 510 repräsentativ ausgewählte Personen.

Auf der anderen Seite glaubt jeder zweite Dresdner, dass eine Bewerbung um die Winterspiele keine gute Idee ist. Denn die Stadt wäre mit einem Ereignis dieser Größenordnung überfordert und die notwendigen Baumaßnahmen würden die Landschaft kaputt machen, sagen sogar über 50 Prozent der Befragten. Dass die Ausrichtung der Spiele den gesamten Freistaat Sachsen zu viel Geld kostet und im Gegenzug kaum Nutzen bringt, glaubt ebenfalls eine Mehrheit von 53 Prozent.

Den meisten Zuspruch findet der ambitionierte Olympia-Plan bei den jungen Dresdnern. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen befürworten 66 Prozent eine Bewerbung beim Deutschen Olympischen Sportbund, bei den Über-60-Jährigen sind es nur 31 Prozent. Ein ganz ähnliches Stimmungsbild bietet die Frage, ob Dresden eine würdige Olympiastadt wäre oder nicht. Während 81 Prozent der jungen Dresdner ohne größeres Zögern zustimmen, reagieren die Älteren mit 49 Prozent deutlich verhaltener.

Trotz aller Diskussionen um Olympische Winterspiele vor der eigenen Haustür sollte ein wichtiger Fakt nicht übersehen werden: Jeder Zweite in Dresden ist der Überzeugung, dass Altenberg und das Umland am Ende ohnehin keine Chance haben, gewählt zu werden. Die Senioren erweisen sich in diesem Punkt erneut als besonders pessimistisch, während in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen lediglich 26 Prozent keine Chance sehen.

Mitte November war Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) mit seinen famosen Olympia-Plänen an die Öffentlichkeit gegangen. Er will neben Dresden auch Klingenthal, Oberwiesenthal, Chemnitz und das benachbarte Tschechien mit in die alpinen Wettbewerbe einbeziehen. Dresdens Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) reagierte dagegen skeptisch auf den Vorstoß. "Wenn die wintersportstärkste Region in Deutschland so eine Bewerbung nicht auf die Reihe bekommt, glaube ich nicht, dass es anderswo realistisch ist", erklärte Lehmann mit Blick auf die unlängst geplatzten Olympia-Träume in München.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.01.2014

Christoph Stephan

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