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Jonas Folger zeigte beim Grand Prix in Sachsen, warum er bald in der MotoGP fahren darf

„Der Sachsenring-Fluch ist besiegt“ Jonas Folger zeigte beim Grand Prix in Sachsen, warum er bald in der MotoGP fahren darf

Vor dem Abschied in die wohlverdiente Sommerpause schloss Jonas Folger Frieden. „Ich denke, dass mit diesem Wochenende der Sachsenring-Fluch besiegt ist“, sagte der 22-Jährige nach seiner Glanzleistung beim Großen Preis von Deutschland. Sein zweiter Platz auf dem bislang ungeliebten Kurs sorgte beim derzeit erfolgreichsten deutschen Motorrad-Piloten für mehr als nur ein gutes Gefühl.

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Jonas Folger vom Dynavolt Intact GP Team bedankt sich nach dem Moto2-Rennen bei den Streckenposten.
 

Quelle: dpa, Jan Woitas

Hohenstein-Ernstthal.  Vor dem Abschied in die wohlverdiente Sommerpause schloss Jonas Folger Frieden. „Ich denke, dass mit diesem Wochenende der Sachsenring-Fluch besiegt ist“, sagte der 22-Jährige nach seiner Glanzleistung beim Großen Preis von Deutschland. Sein zweiter Platz auf dem bislang ungeliebten Kurs sorgte beim derzeit erfolgreichsten deutschen Motorrad-Piloten für mehr als nur ein gutes Gefühl.

Wochenlang war Folger ziemlich ratlos durch das Fahrerlager marschiert. Kaum ein Lächeln, dafür viele Sorgenfalten. Seit seiner Unterschrift beim MotoGP-Rennstall Tech3-Yamaha für die kommende Saison Anfang Mai ging so gut wie nichts mehr zusammen - mit dem Aufstieg kam der Abstieg. Doch der Hochbegabte hat nichts verlernt, das zeigte sich im Moto2-Rennen bei äußerst schwierigen, wechselhaften Bedingungen.

Hervé Poncharal dürfte gefallen haben, was sich im sächsischen Schmuddelwetter abspielte. Folgers künftiger Teamchef sah, wie sich der Oberbayer einen packenden Fight mit seinem französischen Landsmann Johann Zarco lieferte und um Zentimeter verlor. Beide fahren künftig für Tech3, und das aus gutem Grund.

„Ich hab mit der Hand immer wieder putzen müssen“, beschrieb Folger die Widrigkeiten beim Rennen, doch der Regen war ein Segen. „Im Trocknen wäre es vielleicht schwieriger gewesen für uns“, sagte Folger und dachte an sein verpatztes Qualifying, das am Samstag mit dem enttäuschenden 13. Platz zu Ende gegangen war. Er sah ratlos aus, schon wieder. 24 Stunden später war alles vergessen.

Jetzt ist Zeit, sich wieder neu zu sortieren. In der kommenden Woche wird noch einmal im österreichischen Spielberg getestet, erst am 14. August beginnt auf dem gleichen Kurs die zweite Saisonhälfte. Folger muss einfach konstanter werden, sein altbekanntes Problem ist geblieben. Dass er schnell Motorradfahren kann, weiß jeder. Doch es geht auch darum, sich den Gegebenheiten anzupassen und die Maschine richtig einzustellen. Und hier hapert es.

Ein Erfolgserlebnis schadet der Entwicklung sicher nicht. „Es ist ein gutes Gefühl, so in die Sommerpause zu gehen. Auf Spielberg freue ich mich riesig“, sagte Folger: „Da war ich schon vor Ort. Es ist eine Strecke, die mir liegt. Davon gehe ich aus.“ WM-Sechster ist der Familienvater jetzt mit 83 Punkten, Weltmeister Zarco (151) ist an der Spitze weit enteilt.

Anfang der Saison war Folger selbst ganz vorn dabei. Dritter in Argentinien, Zweiter in Jerez/Spanien. Poncharal hoffte damals, dass sein neuer Schützling den Titel holt, bevor er in die Königsklasse kommt. Das wird nichts mehr, allein wegen Zarco (26), ein zuverlässiger Podiumskandidat.

„Er ist ein feiner Kerl und ein fairer Fahrer“, sagte Folger über seinen zukünftigen Partner. Das Wimpernschlag-Duell habe „Spaß gemacht“. Bislang war ein siebter Platz Folgers bestes Resultat auf dem Sachsenring, der wegen seines Layouts bei vielen Fahrern verpönt ist. Einen besseren Zeitpunkt und Ort hätte es nicht geben können, um sich in einer schwierigen Phase zurückzumelden.

Von Uli Schember

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