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Johannes Heider wird erneut Sachsenmeister im Straßenradrennen

Johannes Heider wird erneut Sachsenmeister im Straßenradrennen

Sein Name ist aus der jüngeren sächsischen Radsportgeschichte nicht mehr wegzudenken: Der Dresdner Johannes Heider ist zum vierten Mal in Folge Landesmeister im Straßenrennen geworden.

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Er kann es auch ohne Berge: Sachsenmeister Johannes Heider führt das Feld auf dem Kurs in Reinsdorf nahe Zwickau an.

Quelle: Daniel Förster

Nachdem der kletterstarke Pedaleur in den zurückliegenden drei Jahren den anspruchsvollen Waldenburger Bergpreis gewann, brillierte der Fahrer im Teamtrikot von Ur-Krostitzer Giant in diesem Jahr auf dem neuen Kurs in Reinsdorf bei Zwickau. Im Gegensatz zum Vorjahr ging er dabei verletzungsfrei an den Start.

Mit seinem erneuten Sieg bewies der 27-Jährige allen Kritikern, dass mit ihm auch auf der gegenüber der bisherigen Route eher flachen Strecke zu rechnen ist. "Viermal hintereinander den Titel - das macht mich ein bisschen stolz", sagt der Wahl-Radeberger etwas bescheiden. "Es macht einen glücklich, wenn man über die Ziellinie fährt und in dem Augenblick weiß, dass die Arbeit des zurückliegenden Jahres sich gelohnt hat."

Die Rennfahrer hatten sich auf der 81 Kilometer langen Distanz nichts geschenkt. Gleich nach dem Start machte sich eine Gruppe auf der 18 mal zu fahrenden 4,5-Kilometer-Schleife auf und davon. Um die Siegerlorbeeren zu ernten, nahm Heider vier Runden vor Schluss die Hatz in seine Hand: "Ich habe das Rennen zu meinem gemacht." Gemeinsam mit seinem Teamkollegen, dem Leipziger Bahnradsprinter Erik Mohs (28), attackierte er das Feld, dem von der ersten Minute an eine Fünf-Mann-Gruppe vorausgefahren war. "Mit uns hatte sich eine 15-köpfige Verfolgergruppe formiert." Die erhöhte das Tempo immer mehr. "Innerhalb von zwei Runden hatten wir die Ausreißer, die zwischenzeitlich bis zu drei Minuten voraus war, eingeholt und das Loch zugefahren", so Heider später.

Auf den letzten Metern hatte er nichts mehr zu verlieren. Er führte mit seinem Teamkollegen Martin Bauer (20) und Immanuel Stark (20) vom Dresdner SC, beide U23-Nachwuchsfahrer. "In dem Moment hatte ich schon den Titel, brauchte für mich nichts mehr zu machen." Deshalb setzte er sich in den Dienst des Venusbergers Martin Bauer, der ihm zuvor geholfen hatte. Der gewann das Rennen in 1.59:27,1 Stunden knapp vor dem Zwönitzer Immanuel Stark, der vier Sekunden zurücklag. Heider sprintete nach 1.59:52,2 Stunden als Dritter über den Zielstrich, gewann souverän in seiner Klasse, der Männer-Elite, vor seinem Teamkollegen Stefan Gaebel (28) aus Leipzig (sechs Sekunden Rückstand). "Es war eine Super-Teamleistung. Ein Dank an alle. Letzten Endes haben wir auch in der U23 den Titel geholt", freute sich Heider mit seinen Mitstreitern. Er resümiert: "Wir hatten das Rennen sehr gut im Griff."

Mit dem Titel als Sächsischer Meister darf der gebürtige Dresdner Heider, der aus dem Klipphausener Ortsteil Weistropp stammt und nun mit seiner Freundin in Radeberg zu Hause ist, erneut bei der Deutschen Straßenradmeisterschaft mit der nationalen Elite in die Pedale treten. Die Profis kurbeln Ende Juni im südhessischen Bensheim.

Daniel Förster

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