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Jenny Elbe springt mit alten Spikes zur EM-Norm

Jenny Elbe springt mit alten Spikes zur EM-Norm

Dreispringerin Jenny Elbe hat bei ihrem zweiten Saison-Wettkampf für einen Paukenschlag gesorgt. Die 24-Jährige vom Dresdner SC landete beim Springer-Meeting in Ingolstadt gleich im ersten Versuch bei 14,20 Metern.

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In Ingolstadt schraubte Jenny Elbe ihre persönliche Bestleistung auf 14,20 Meter. Lohn ist die Fahrkarte nach Zürich zur Europameisterschaft.

Quelle: imago sportfotodienst

Damit verbesserte sie nicht nur ihre persönliche Bestleistung um acht Zentimeter, sondern erreichte exakt die Weite, die der Deutsche Leichtathletik-Verband als Norm für die Europameisterschaft im August in Zürich festgesetzt hat.

"Ich konnte es für den Moment gar nicht fassen. Nachdem ich in Garbsen wieder Wadenkrämpfe hatte und die 14-Meter-Marke nicht knacken konnte, war ich etwas unsicher. Denn nach den guten Trainingseindrücken hatte ich mir schon etwas mehr ausgerechnet", so die Dresdnerin, die in Ingolstadt ihre alten Spikes herausholte. "Die sitzen nicht so fest wie die neuen Schuhe, zudem habe ich mich tapen lassen und ich zog auch andere Socken an. Ich wollte einfach alles machen, um diese Wadenkrämpfe zu vermeiden. Ob es jetzt deswegen so gut geklappt hat, weiß ich nicht. Auf jeden Fall kann es nicht falsch gewesen sein", sprudelt es aus der Studentin der Lebensmittelchemie voller Euphorie heraus.

Und, dass ihre neue Bestleistung kein Zufallsprodukt war, zeigte sie im dritten Versuch, der mit 14,24 Metern vermessen wurde. Als Norm und persönlicher Rekord wird er jedoch nicht anerkannt, da der Wind mit 2,1 Metern pro Sekunde zu stark blies. "Aber ich sehe es dennoch als Bestätigung. Ich denke, es zahlt sich jetzt aus, dass ich in der Vorbereitung diesmal ohne Verletzungen durchgekommen bin", glaubt die DSC-Athletin. Trainer-Vater Jörg Elbe sieht das genauso: "Ich wusste nach den Trainingsleistungen, dass sie das drauf hat. Es ist schön, dass damit der große Druck weg ist und wir in Ruhe weiter arbeiten können. Wir bereiten uns jetzt auf das Ausscheidungsspringen für die Team-EM am 9. Juni in Wesel vor." Spätestens dort müssen auch die beiden Konkurrentinnen Kristin Gierisch (Chemnitz) und Katja Demuth (Jena) ihre Karten aufdecken. Beide haben bislang noch keinen Dreisprung-Wettkampf bestritten.

Jubeln durfte auch der in Dresden lebende und für Chemnitz startende 400-Meter-Hürdenläufer Silvio Schirrmeister, der bei der Salzburg-Gala mit 49,66 Sekunden einen starken Saisoneinstand feierte und ebenfalls die EM-Norm knackte. DSC-Kollege Georg Fleischhauer verfehlte beim gleichen Wettkampf als Fünfter in 51,33 Sekunden deutlich die 50-Sekunden-Marke und damit die Norm. "Damit sind wir natürlich nicht zufrieden. Nach den Trainingswerten hatten wir mindestens mit einer Zeit um 50,50 Sekunden gerechnet", so Trainerin Erika Falz, die hinzufügt: "Georg braucht jetzt weitere Wettkämpfe, wird am kommenden Sonnabend in München und eine Woche später in Regensburg antreten."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.05.2014

Astrid Hofmann

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