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Jenny Elbe bucht Rio, Lars Hamann zittert

Leichtathletik Jenny Elbe bucht Rio, Lars Hamann zittert

Riesenjubel gestern bei DSC-Dreispringerin Jenny Elbe. Die 26-Jährige erkämpfte sich bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel den Titel und damit zugleich das Ticket zu den Olympischen Spielen. Dabei erlebte die 26-Jährige und natürlich auch Trainer-Vater Jörg Elbe ein Wechselbad der Gefühle.

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Jenny Elbe hat das Rio-Ticket sicher

Quelle: Archiv

Dresden. Riesenjubel gestern bei DSC-Dreispringerin Jenny Elbe. Die 26-Jährige erkämpfte sich bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel den Titel und damit zugleich das Ticket zu den Olympischen Spielen. Dabei erlebte die 26-Jährige und natürlich auch Trainer-Vater Jörg Elbe ein Wechselbad der Gefühle. „Gleich beim Anlauf zum ersten Versuch traten bei Jenny plötzlich Wadenkrämpfe auf. Das dachte ich schon, das war´s jetzt“, berichtet Jörg Elbe, der sich anschließend als Masseur verdient machte und seiner Tochter die Waden bearbeitete. Mit Erfolg, wie sich alsbald herausstellte. „Zwar konnte sie nicht so richtig frei springen, weil sie das natürlich gehemmt hatte, doch im zweiten Versuch waren es schon 14,01 m“, so der Vater.

Allerdings führte da bereits die ärgste Konkurrentin Kristin Gierisch (Chemnitz) mit 14,05 m. Nachdem Jenny Elbe im vierten Durchgang mit 14,04 m bis auf einen Zentimeter an die Weite der Hallen-Vizeweltmeisterin herankam, ging sie im allerletzten Versuch volles Risiko – und wurde belohnt. Sie flog zum zweiten Mal in diesem Jahr und in ihrer Laufbahn auf 14,28 m und entriss damit der Chemnitzerin noch den Titel. „Als Einstellung der Bestleistung zählt die Weite wegen zu viel Windunterstützung zwar nicht, doch das ist völlig egal“, so Jörg Elbe, dem nach dieser Achterbahnfahrt der Gefühle ein Stein vom Herzen fiel und seine Jubelschreie durchs ganze Stadion hallten. Natürlich strahlte auch Jenny, die sich nach 2012 und 2013 ihren dritten Meistertitel sicherte. „Ich bin super happy, zumal ich nun das Rio-Ticket sicher in der Tasche habe“, sagte die 26-Jährige. Der Verband hatte zuvor festgelegt, dass die deutschen Meister, die zudem die Olympia-Norm erfüllt haben, vorfristig für Rio nominiert werden.

Jennys Vereinskollege Lars Hamann muss dagegen nun wieder um die Fahrkarte nach Rio bangen. Der Speerwerfer belegte in einem starken Starterfeld mit 80,71 m nur den fünften Platz. Sieg und Olympia-Ticket holte sich wie erwartet Thomas Röhler (Jena/86,81 m). Platz zwei und drei gingen an Julian Weber (Mainz/83,79 m), der damit als vierter Athlet die Olympia-Norm knackte, und Andreas Hofmann (Mannheim/81,98 m). Vierter wurde der Ex-Dresdner Johannes Vetter (Offenburg/81.39 m). In dieser Woche will der Verband erst einmal entscheiden, welche drei Werfer zur EM nach Amsterdam (6. bis 10. Juli) dürfen.

Eigentlich wollte Lars Hamann in Kassel gar nicht an den Start gehen, da er sich auf dem Rückflug vom Meeting in Jamaika eine Erkältung eingefangen hat. Allerdings drangen Bundestrainer Boris Obergföll und Cheftrainer Idriss Gonschinska darauf, dass der 26-Jährige antritt. „Dafür wiederum war es gar nicht so schlecht, wenn man die Hintergründe kennt“, meinte Hamann nach dem Wettkampf und fügte an: „Ich bin optimistisch, was die Entscheidung des DLV zur Olympianominierung anbelangt, da ich dreimal die Norm erfüllt habe und auf Platz sechs der Weltrangbestenliste stehe.“

Jenny Elbe bereitet sich schon ab heute auf die EM in Amsterdam vor. „Wir wollen uns dort gut verkaufen, haben dann noch einmal vier Wochen bis Olympia Zeit“, so Jörg Elbe. Diskuswurf-Olympiasieger Robert Harting hat die Konkurrenz wie in alten Zeiten aus dem Ring gefegt und sich mit seinem neunten Meistertitel auf Anhieb das Olympia-Ticket für Rio gesichert. In Kassel steigerte sich der Berliner in einem wahren Finalkrimi auf glänzende 68,04 Meter und fing seinen jüngeren Bruder Christoph (66,41) im letzten Versuch noch ab.

Von Astrid Hofmann

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