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Inteview mit Dynamo-Trainer Ralf Loose: Kein Stürmer mehr - außer Schahin!

Inteview mit Dynamo-Trainer Ralf Loose: Kein Stürmer mehr - außer Schahin!

Dynamo-Trainer Ralf Loose hat sein Team in der Türkei zehn Tage schwitzen lassen. Im Gespräch mit den DNN zog der 49-Jährige ein Fazit des Aufenthaltes.

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Zufrieden mit den Trainingsbedingungen in der Türkei, nicht so ganz mit denen daheim in Dresden: Dynamo-Trainer Ralf Loose.

Quelle: Frank Dehlis

Antalya . Frage: Herr Loose, wie zufrieden waren Sie mit den Bedingungen während der zehn Tage?

R. Loose: Für mich war es das erste Trainingslager in der Türkei. Die Hotelanlage war gut und vom Wetter her hatten wir auch Glück. Zwar war es ein wenig kalt, aber so haben wir keine große Umstellung zu bewältigen, wenn wir ab Dienstag wieder Zuhause trainieren. Wir konnten zu 100 Prozent das umsetzen, was ich mir vorgestellt habe. Das lag auch an der sorgfältigen Auswahl des Ortes. Steffen Menze hatte sich alles im Vorhinein angesehen.

Am Mittwoch und Donnerstag sank die Stimmung bei den Spielern in den Keller, erst gestern bei der letzten spaßigen Einheit waren sie wieder besser drauf. Wie fällt das sportliche Fazit der harten Vorbereitung aus?

Die Spieler sollten vorrangig körperlich in Gang kommen. Mittlerweile trainiert man im konditionellen Bereich nicht mehr ausschließlich ohne Ball - im Gegenteil. Wir haben auch in diesen verschiedenen Bereichen viel mit dem Ball gemacht, was oft die Intensität noch steigert. Ich denke, dass es uns gut gelungen ist, alle Bereiche des Trainings gut abzudecken. Wir sind zum Großteil von Blessuren verschont geblieben - bis auf Marcel Heller natürlich. Für ihn ist es ärgerlich, weil er in einer guten Verfassung war. Es war gut, dass wir den letzten Test gegen Donezk verloren haben. So denkt die Mannschaft nicht, dass wir jetzt alles im Spaziergang bewältigen.

Welche Aufschlüsse hat Ihnen das Trainingslager in Sachen Stammelf gebracht?

Ich weiß nicht, ob es bisher überhaupt eine Stammelf gab. Natürlich kristallisiert sich mit erfolgreichen Resultaten eine mögliche Startformation heraus, aber die Karten werden im Winter immer neu gemischt. Pavel Fort ist auf jeden Fall in hartem Konkurrenzkampf zu Dedic und Poté, auch Giannis Papadopoulos hat einen guten Schritt nach vorn gemacht. Positiv war zudem, dass Cristian Fiel nach seinen Verletzungssorgen alle Einheiten absolvieren konnte. Ich bin guter Dinge, dass er wieder für dauerhafte Einsätze in Frage kommt. Bei anderen gab es Licht und Schatten. Leute wie Maik Kegel und Toni Leistner konnten hier Spielpraxis sammeln konnten, aber sie müssen nun konsequent dran bleiben.

Für Marcel Heller haben sie mit Clemens Walch Ersatz gefunden. Wollen Sie die Offensive noch weiter verstärken?

Wir brauchen keinen Stürmer mehr, es sei denn er heißt Dani Schahin. Für ihn will Fürth aber eine zu hohe Ablösesumme. Ich habe ja damals im Bus das Lied angestimmt: Es gibt nur einen Dani Schahin. Dabei bleibe ich. Vielleicht findet sich ja noch jemand, für den der Spieler eine Herzensangelegenheit ist, dann können wir ihn sofort holen. Für die Abwehr gibt es Kandidaten, doch auch da muss das Finanzielle stimmen. Es geht nicht um Probespieler, sondern um einen, den wir sofort verpflichten würden.

Wie trainieren Sie jetzt bis zum Spiel am 3. Februar gegen Fürth?

Am Dienstag wird es einen Laktattest geben. Das ist wichtig, um herauszufinden, ob es noch Defizite gibt, vor allem bei denen, die in der Türkei nicht alles mitmachen konnten. Ich hoffe, dass uns die Umstellung auf die Verhältnisse in Dresden schnell gelingt. Ich denke, die Spieler werden den Trainingsplätzen in Antalya hinterher weinen.

Was muss sich in Dresden in Sachen Trainingsbedingungen verbessern?

Mit dem Stadion, dem Trainingsgelände im großen Garten und den Möglichkeiten fürs das Lauftraining ist die Infrastruktur ideal, aber die Sportanlage muss so gestaltet werden, dass der Untergrund fester ist. Eine Drainage im Boden des Trainingsplatzes ist eigentlich eine Grundvoraussetzung.

Coach schon daheim: Ralf Loose trat bereits gestern die Heimreise an. Der 49-Jährige flog zunächst von Antalya nach München, eher er per Auto zu seiner Familie nach Vaduz fuhr. Am Montag bend will er wieder in Dresden sein.

Team folgt: Die Mannschaft hebt heute 11.35 Uhr in Antalya nach Berlin ab. Während einige Spieler wie Cristian Fiel in Berlin bleiben, wird der Rest mit dem Bus abgeholt und nach Dresden gefahren. Bis Montag ist trainingsfrei.

Köhler bleibt: Torwarttrainer Thomas Köhler bleibt noch bis Mittwoch in der Türkei, betreut Dynamos Zweite beim Camp in Side. Köhler will zudem Auftaktgegner Greuther Fürth beobachten, der ab heute in Belek zu Gange ist.

Testspiele: Am Freitag (14 Uhr) kickt Dynamo gegen Budweis. Je nach Witterungsbedingungen wird in Wilsdruff oder auf einem Kunstrasenplatz in Dresden gespielt. Der Gegner für den Sonnabend (in Pirna oder Dresden) ist noch offen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.01.2012

Interview: Tina Hofmann

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