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Innenminister Ulbig erzürnt Dynamo Dresden-Fans bei Facebook – 9-Punkte-Plan bereits gebrochen

Innenminister Ulbig erzürnt Dynamo Dresden-Fans bei Facebook – 9-Punkte-Plan bereits gebrochen

Mit einem Kommentar im sozialen Netzwerk Facebook erzürnt Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) aktuell die Gemüter der Fans von Dynamo Dresden.

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Sachsens Innenminister Markus Ulbig. (Archiv)

Quelle: dpa

Am Montag nach der Niederlage gegen Erzgebirge Aue schrieb er auf seinem öffentlichen Profil: „Fast 1500 Polizisten für gerade mal drei Fußballspiele am Wochenende in Sachsen. Nach dem Spiel Aue/Dynamo griffen ca. 200 sogenannte Dynamo-Fans die Polizei an, zwei verletzte Beamte, 15 Strafanzeigen - eine traurige Bilanz und höchst unsportlich. Hier muss sich was ändern.“

Nach Spielende hatte die zuständigen Beamten von einem friedlichen Fußballtag gesprochen, allerdings reisten die Fans zu diesem Zeitpunkt noch ab. Bei der Abreise in Lößnitz im Bereich der Auer Straße seien dann jedoch Polizeibeamte von einzelnen Dynamo-Fans aus einer Gruppe von insgesamt 200 Personen angegriffen worden, so die Chemnitzer Polizei auf Nachfrage von DNN-Online. Auf diesen Übergriff, der kurz nach Spielende noch nicht von der Polizei vermeldet werden konnte, bezieht sich das Statement von Innenminister Ulbig. Ein Beamter erlitt bei dem Vorfall durch einen Schlag Verletzungen, ein anderer zog sich bei der der Verfolgung eines Täters Verletzungen zu. Ein 24-Jähriger Hauptverdächtiger konnte vor Ort gestellt werden.

Auf Facebook erntet Ulbig für seinen Kommentar sowohl Zuspruch, als auch viel Häme. Neben Beleidigungen und Lügenvorwürfen muss der CDU-Politiker sich von einigen Kommentatoren gar Rücktrittsforderungen gefallen lassen. Ulbig reagierte daraufhin mehrmals mit weiteren Antworten. „Ich finde die Diskussion sehr interessant und bin erstaunt, was alles in meinen Post hineininterpretiert wird“, so der Minister. Er stellte dabei nochmals klar, dass es ihm um einen friedlichen Sport gehe, der eine der schönsten Nebensachen der Welt sei. „Daran arbeiten wir alle gemeinsam: Polizei, Behörden, Vereine und nicht zuletzt die weitüberwiegende Masse der wirklichen und friedlichen Fans. Das ist die beste Fankultur, die es gibt“, so Ulbig in einem weiteren Statement, der Facebook seit Mai 2011 als Kommunikationsmittel nutzt.

Ulbig begrüßt zudem den 9-Punkte-Plan, den die Anhänger am vergangenen Freitag bei Fanversammlung offiziell beschlossen hatten, hieß es am Donnerstag aus dem Ministerium. Hierin bekunden sie unter Punkt 1, dass die Anhänger der SG Dynamo Dresden Gewalt, Vandalismus und jegliches vereinsschädigende Verhalten während und am Rande von Auswärtsspielen sowie auf der An- und Abreise zu unterlassen. Zwei Tage nach der Fanversammlung wurde dieser Punkt demnach von einigen Anhängern nicht mehr berücksichtigt.

Dominik Brüggemann

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