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In letzter Minute: Einigung im Eishockey-Streit

In letzter Minute: Einigung im Eishockey-Streit

Das Sommertheater im deutschen Eishockey hat endlich ein Ende und die Zweitbundesligisten haben grünes Licht für die DEL 2. Der seit Monaten andauernde, öffentlich ausgetragene Streit zwischen dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) und den meisten Zweitligisten wurde beigelegt und beide Seiten einigten sich im Interesse des Sports kurz vor dem gestrigen Gerichtstermin auf außergerichtlichem Weg.

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Quelle: Archiv

Demnach wird ein neuer Kooperationsvertrag zwischen DEB und der Eishockeyspielbetriebs-Gesellschaft (ESBG) geschlossen. Neben den Clubs und dem DEB erhält auch die Deutsche Eishockey Liga (DEL) einen Geschäftsanteil in der neuen ESBG. "Wir haben einen Kompromiss gefunden, mit dem alle beteiligten Parteien mehr als zufrieden sind. Die nächste Saison ist im Sinne des Sports gesichert, die Clubs verwalten sich eigenverantwortlich unter Wahrung der Rechte aller DEB-Mitglieder", erklärte DEB-Präsident Uwe Harnos, der sich lange gegen einen Kompromiss gesträubt hatte.

Die künftig nach dem Vorbild der DEL selbstverwaltete Liga soll in Kürze in DEL 2 umbenannt werden. "Wir möchten damit dokumentieren, dass wir gemeinsam mit der DEL eine Vision verfolgen. Nämlich die eines geschlossen auftretenden Profi-Bereichs, dessen Ziel es ist, die Förderung des Profi-Nachwuchses im Fokus zu haben", sagte der Rosenheimer Wilhelm Graue, der neben dem Crimmitschauer René Rudorisch und dem Bremerhavener Alfred Prey zu den Verhandlungsführern der Zweitligisten gehörte. "Das ist der Schritt in die richtige Richtung. Sicher hätte man diese Einigung auch eher haben können, es ging ja am Ende nicht mehr um Eishockey. Zuletzt waren alle schon sehr angespannt, doch jetzt sind wir froh und haben endlich Planungssicherheit", kommentierte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch erleichtert die erzielte Einigung.

In den letzten Monaten war der Streit so weit eskaliert, dass der DEB die abtrünnigen Zweitligisten zur "wilden Liga" erklären wollte, was weitreichende Konsequenzen bis hin zur Sperre der Spieler gehabt hätte. Nachdem der DEB angekündigt hatte, die zweite Liga künftig nicht mehr mit einem Kooperationsvertrag auszustatten, hatten die Zweitligisten beim Landgericht München eine einstweilige Verfügung zur Aufnahme des geregelten Spielbetriebs beantragt. Die für gestern geplante Verhandlung wurde nun kurzfristig aufgehoben.

"Der jetzt gefundene Kompromiss beruht im Wesentlichen auf den zwischen der DEL und dem DEB bereits vor gut drei Wochen fixierten Eckpunkten. Insofern ist es ärgerlich, dass die Zwischenzeit mit überflüssigen Streitereien statt Sacharbeit vertan wurde", sagte der DEL-Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Arnold. "Für uns ist eine professionell selbstverwaltete zweite Liga ein nötiger und wesentlicher Baustein bei der nachhaltigen Entwicklung von Nationalmannschaft und Standorten", fügte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke an.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.07.2013

ah

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