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In Altenberg beginnt heute die Weltcup-Saison der Bob-Pilotinnen und -Piloten

200 Athleten In Altenberg beginnt heute die Weltcup-Saison der Bob-Pilotinnen und -Piloten

Nach den Deutschen Bob- Meisterschaften am vergangenen Wochenende fällt heute im Altenberger Kohlgrund auch der Startschuss in den Weltcup-Winter. An drei Tagen werden rund 200 Athletinnen und Athleten aus 18 Ländern im Bob und Skeleton um die ersten Weltcup-Punkte fahren.

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Weltmeister Francesco Friedrich aus Pirna wird am Sonnabend im Zweier mit Thorsten Margis im DKB-Eiskanal von Altenberg den Berg hinabrasen.

Quelle: soccerfoto

Altenberg. Nach den Deutschen Bob- Meisterschaften am vergangenen Wochenende fällt heute im Altenberger Kohlgrund auch der Startschuss in den Weltcup-Winter. An drei Tagen werden rund 200 Athletinnen und Athleten aus 18 Ländern im Bob und Skeleton um die ersten Weltcup-Punkte fahren. Dass die Erwartungen an die einheimischen Sportler dabei besonders hoch sind, versteht sich fast von selbst. Bestimmen doch gerade die Bob-Pilotinnen und -Piloten seit Jahren das Niveau in der Welt maßgeblich mit. Bundestrainer Christoph Langen, der bei den Titelkämpfen vor einer Woche vor allem mit den Startleistungen etwas haderte, fordert von seinen Teams, dass sie noch eine Schippe drauflegen. „Nur so fahren wir um die Podestplätze und das ist unser Anspruch“, so Langen.
Bei den Frauen, die heute zum Auftakt an der Reihe sind, liegen die Hoffnungen vor allem auf der Erfurterin Anja Schneiderheinze. Die Vizeweltmeisterin ist sehr erfahren, während die erst 22-jährige Sandra Kroll (Königssee)  ihr Weltcup-Debüt feiert. Bei den Männern, die morgen im Zweier und am Sonntag im Vierer starten, gehören sowohl die beiden Sachsen Francesco Friedrich und Nico Walther (beide Oberbärenburg) als auch der Oberhofer Maximilian Arndt zu den Top-Favoriten. Zum Glück hat sich die Personalsituation bei Zweier-Weltmeister Friedrich etwas entspannt. So wird der 25-Jährige im Zweier mit Thorsten Margis antreten, im Vierer sind noch Jannis Bäcker und der von Arndt ausgeliehene Martin Putze dabei.
„Im kleinen Schlitten fährt Franz auf jeden Fall um den Sieg. Die schärfsten Konkurrenten werden wie immer der Lette Oskars Melbardis, Beat Hefti aus der Schweiz und auch der starke Kanadier Justin Kripps sein“, glaubt Heimtrainer Gerd Leopold, der erfreuliche Neuigkeiten aus dem Krankenlager der Friedrich-Anschieber verkünden konnte: „Die Heilung bei Candy Bauer verläuft besser als wir gedacht hatten. Es sieht so aus, dass er schon bald wieder ins Training einsteigen kann.“
Leopold erwartet im Vierer-Wettbewerb am Sonntag ein enges Rennen zwischen Weltmeister Maximilian Arndt und dem am Start verbesserten Vizeweltmeister Nico Walther erwartet. Als Hauptkonkurrenten sieht Leopold vor allem den Schweizer Rico Peter oder den Russen Alexander Kasjanov. Walther, der schon in der Vorsaison auf der Heimbahn seinen ersten Weltcup-Sieg feierte, lässt an seinem ehrgeizigen Ziel keinen Zweifel: „Nachdem ich auf der Bahn schon gewonnen habe, will ich natürlich auch diesmal am liebsten ganz oben stehen.“  
Nicht mehr auf dem Podest, aber noch einmal im Mittelpunkt sollen morgen während der Siegerehrung im Zweierbob zwei verdienstvolle sächsische Athleten stehen, die über viele Jahre Titel und Medaillen für die deutschen Farben gesammelt haben: die Oberbärenburgerin Cathleen Martini und der ehemals für Riesa gestartete Thüringer Thomas Florschütz. Die 33-jährige gebürtige Zwickauerin war zweimal Weltmeisterin, holte viermal Gold bei Europameisterschaften und wurde im vergangenen Winter bei der Weltmeisterschaft in Winterberg noch einmal Dritte. Der in Erfurt lebende Florschütz feierte 2010 mit dem Gewinn der olympischen Silbermedaille seinen wohl größten Triumph. Weil der 37-Jährige dazu bei Weltmeisterschaften noch dreimal auf dem zweiten Platz landete, wurde er auch „Silber-Flori“ getauft. Zumindest mit der Mannschaft holte Florschütz einmal WM-Gold, dazu wurde er auch einmal Europameister. Er wäre gern noch in der letzten Saison gestartet, fand aber keine Anschieber mehr. Inzwischen hat der Polizeimeister, der am 1. Dezember seinen Dienst im Landeskriminalamt Erfurt beginnt, seinen Frieden damit geschlossen.
Das erste Rennen des Weltcup-Wochenendes bestreiten heute erst einmal die Skeleton-Damen. Bundestrainer Jens Müller hat für die Wettkämpfe insgesamt drei Damen und drei Herren nominiert, darunter den für Oberbärenburg startenden Sachsen Axel Jungk.

Astrid Hofmann

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