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Hochwasser flutet Dresdner Sportanlagen: Bootshäuser geräumt, Sportschule geschlossen

Hochwasser flutet Dresdner Sportanlagen: Bootshäuser geräumt, Sportschule geschlossen

Das Hochwasser hält spätestens seit Sonntag auch viele Dresdner Sportvereine in Atem. Böse Erinnerungen an die Jahrhunderflut von 2002 werden wach. Betroffen sind vor allem die Bootshäuser entlang der Elbe, aber auch im Ostra park hieß es am Montag erneut „Land unter“.

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Die Sportplätze im Ostragehege sind überflutet.

Quelle: Stephan Lohse

So überfluteten die Wassermassen der Elbe die Trainingsflächen des Dynamo-Nachwuchsleistungszentrums. Die Rasenplätze standen schon über einem Meter unter Wasser. „Wir mussten bis auf weiteres den gesamten Trainings- und Spielbetrieb einstellen und das Fußballinternat schließen“, erklärte Marcus Jahn, Leiter der Nachwuchsleistungszentrums. Die Internatsfußballer konnten zum Glück kurzfristig beim Kooperationspartner, der SG Weißig, Unterschlupf finden.

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Land unter bei Dresdner Sportvereinen

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Auch das Sportschulzentrum musste geschlossen werden. Die Schüler bekamen bis mindestens morgen schulfrei, da auch die Anfahrtswege ins Ostragehege unpassierbar sind. In der Sportmittelschule wurden auch die letzten mündlichen Abschlussprüfungen abgesagt und auf kommende Woche verschoben.

Für das Glücksgas-Stadion selbst konnte Stadion-Manager Hans-Jörg Otto am Abend zumindest noch Entwarnung geben: „Im Moment ist bei uns noch alles im grünen Bereich“, sagte er. Dass die Trainingsplätze im Großen Garten natürlich aufgrund des anhaltenden Regens in Mitleidenschaft gezogen sind, sei angesichts der Fußball-Pause im Moment kein Problem.

Fast dramatisch zeigt sich dagegen die Situation für die zahlreichen Ruderer und Kanuten entlang der Elbe. Am Bundesstützpunkt in Dresden-Cotta mussten die kompletten Bootshallen geräumt werden. „Diesmal haben wir alle Boote auf die umliegenden Grundstücke verteilt, die gesamte Messtechnik und Kraftgeräte in Sicherheit gebracht“, berichtete Bernd Bielig, Koordinator des sächsischen Ruderverbandes, von den Rettungsaktionen seit Sonntag.

„Wir hatten zum Glück noch eine komplette Hochwasserausrüstung von 2002. Dennoch stand ich bis zur Brust im Wasser, um die Bootsanhänger zu retten. Denn das Wasser stieg wirklich sehr schnell, gegen elf Uhr drang die Elbe in unsere Hallen ein“, so Bielig. Auch Bundesstützpunkttrainer Egbert Scheibe, der erst am Sonntagabend mit seinen Schützlingen mit Gold von der EM aus Sevilla zurückgekehrt war, war am Montag voll im Einsatz. „Zum Feiern blieb wirklich keine Zeit. Und an einen normalen Trainingsbetrieb ist derzeit natürlich auch nicht zu denken. Das Krafttraining werden wir in der DSC-Halle absolvieren, ab Donnerstag uns aber zum Training nach Leipzig zurückziehen“, erläuterte Scheibe.

Bernd Bielig war zwar erleichtert, dass alle Boote und das Material in Sicherheit gebracht werden konnte, meinte aber trotzdem: „Absaufen wird das Bootshaus wieder komplett. Und das bedeutet, dass wir danach alles säubern und renovieren müssen. Zum Glück wurden nach 2002 die Heizungsanlage und die meisten Umkleideräume in die oberen Etagen verlegt.“ Auch die anderen Vereine starteten Rettungsaktionen, so brachten die Ruderer des USV TU ihre Boote zum Teil beim benachbarten, höher gelegenen DRV unter.

ah

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