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Hitzeschlacht für Dresden Monarchs geht klar verloren

Hitzeschlacht für Dresden Monarchs geht klar verloren

Die Dresden Monarchs haben gegen den Meister deutlich verloren. Einen Monat nach dem sensationellen Auswärtssieg in Braunschweig setzte es am Sonnabend zu Hause in Dresden eine herbe Niederlage.

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Monarchs-Routinier Trevar Deed versucht, sich mit einem Handtuch vor der Sonne zu schützen und seine Enttäuschung über den Spielverlauf zu verbergen.

Quelle: Frank Dehlis

Das Team von Trainer John Leijten unterlag den Lions bei 35 Grad Hitze vor 2500 Zuschauern mit 17:47 (3:14/14:14/0:6/0:13).

Die Euphorie war groß in Football-Dresden, nachdem man jüngst die Niedersachsen in deren Wohnzimmer in die Knie gezwungen hatte. Sicher, die Lions waren in Braunschweig geschwächt. Aber was ist schon "schwach" in diesem Kader? Jedenfalls hatten sich die Monarchs für das Rückspiel einiges vorgenommen - nur ging davon kaum etwas auf.

Braunschweig machte gleich im ersten Drive deutlich, wie es gegen die Sachsen zu spielen gedachte. Eiskalt, konsequent, abgeklärt. Und das mit einem neuen (alten) Spielmacher. Casey Therriault, der wohl beste GFL-Quarterback der letzten Jahre, bestritt in Dresden sein erstes Saisonspiel. Und wie! Der Mann ist so wendig, so unberechenbar, er spielt mit viel Übersicht und scheint nie die falsche Entscheidung zu treffen. Wie auch immer: Therriault war nicht zu stoppen. Den ersten Drive schloss er nach etlichen Slalom-Fluchtversuchen mit seinem ersten Touchdownpass auf Evan Landi ab (PAT van Duijn zum 0:7). Die Monarchs versuchten, mit ihrer Offense gegenzuhalten. Runningback Donald Russel legte mit einem langen Lauf über gut 30 Yards vor. Und Jan Hilgenfeldt nahm die Herausforderung eines 49-Yards-Fieldgoals an (3:7).

Therriault war davon wenig beeindruckt. Gleich im nächsten Spielzug feuerte er eine 75-Yards-Granate an allen Monarchs-Verteidigern vorbei in die Hände von Anthony Dable, Es war der zweite Touchdown im Spiel (PAT van Duijn 3:14). Dresden kämpfte, konnte dem effizienten Spiel der Lions aber wenig entgegensetzen. Und die Sachsen machten sich selbst das Leben durch Fehler schwer. Im dritten Drive hatten sie den Gegner endlich soweit: Kein Raumgewinn, Braunschweig stand vor dem ersten Punt. Der ging sogar fast nach hinten los. Aber am Ende hieß es Firstdown für die Lions, weil die Monarchs mit einem Spieler zu viel auf dem Platz standen. Wenig später musste auch noch Linebacker Martin Schmidt verletzt auf einer Trage das Feld verlassen. Schlimmer konnte es kaum noch kommen.

Dass das Spiel dann doch fast kippte, lag an einem der seltenen Fehler Therriaults. Wieder mal auf der Flucht vor vergeblich nach ihm greifenden Monarchs-Verteidigern, verlor er den Ball und Dresden bekam eine neue Chance und nutzte diese! Zunächst rannte Russel bis kurz hinter die Mittellinie. Wenig später hieß es: vierter Versuch und Zentimeter an der Braunschweiger 34. Wieder bekam Russel den Ball. Und diesmal war er es, der im Zickzack mehrere Lions narrte und zum Anschluss-Touchdown ins Ziel sprintete (PAT Hilgenfeldt 10:14).

Nun ging es hin und her. Braunschweig konterte und erhöhte mit einem Pass auf den völlig frei stehenden Christan Bollmann auf 21:10. Dresden seinerseits gab nicht auf und kam erneut heran. Zunächst bediente Quarterback Clay Belton Jan Hilgenfeldt und Guillaume Rioux mit feinen, langen Pässen. Den Rest erledigte erneut Russel mit seinem zweiten Touchdownlauf zum 17:21. Gut eine Minute blieb den Lions noch vor der Pause. Zu viel! Es genügten ein paar Spielzüge und schon wieder stand Christian Bollmann mutterseelenallein in der Monarchs-Endzone. Bereit, den Pass von einem erneut mit der Verteidigung Katz und Maus spielenden Therriault unbedrängt zu fangen (PAT van Duijn 17:28).

Nach der Pause keimte kurz Hoffnung für Dresden auf. Zwar ritt die Lions-Offense gewohnt sicher bis weit in die Hälfte der Monarchs, doch Punkte gab es keine. Aber dem Angriff der Monarchs gelang nichts mehr - zu stark, zu sicher stand die Abwehr der Lions. Punkte gab es folgerichtig nur noch für Braunschweig. Zweimal David McCants und einmal Max Merwarth schafften es mit erfolgreichen Läufen über die Goalline.

Die Monarchs müssen nun ihre Wunden lecken, dann wartet Sonnabend die nächste Aufgabe bei den Kiel Baltic Hurricanes.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.06.2015

Jörg Dressler

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