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Hitzeschlacht auf der Hindernisbahn: 600 Läufer starten beim 1. Urbanian Run Dresden

Hitzeschlacht auf der Hindernisbahn: 600 Läufer starten beim 1. Urbanian Run Dresden

Premiere bei sengender Sonne: Rund 600 experimentierfreudige Läufer haben am Sonntag den 1. Urbanian Run in Dresden bestritten. Die Veranstaltung mit dem neudeutschen Namen kombiniert den guten alten Crosslauf mit Hindernissen, um die Sportler noch ein bisschen mehr zu „kitzeln“.

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Beim urbanen Hindernislauf sind nicht nur Beinmuskeln, sondern auch die Muckis in Armen und Oberkörper gefragt.

Quelle: Tanja Tröger

Die Turnschuhträger spulen also nicht nur einfach ihre Joggingstrecke ab, sondern müssen zwischendrin „typisch städtische“ Herausforderungen bewältigen: Sie fitzen sich durch ein Labyrinth aus metallenen Gerüststangen, quetschen sich durch verwinkelte Tunnel, kraxeln über schräg hängende Netze und riesige Treppenstufen, überspringen Berge von Autoreifen, keuchen steile Anstiege und eine Skater-Quarterpipe hinauf und stürzen sich auf der anderen Seite wieder mutig hinunter. Kurz: eine wilde Mischung aus Abenteuerspielplatz, Klettergarten und militärischer Sturmbahn.

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Über Autos, Container und Rampen, durch verwinkelte Tunnel und ein Gerüststangenlabyrinth ging es für die Läufer des Urbanian Run.

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Am Sonntagnachmittag erlebte diese ungewöhnliche Laufsport-Variante ihre Premiere in Sachsen, organisiert von der Hamburger Ufa Sports GmbH. Rund um die Dresdner Flutrinne am Messegelände kämpften sich die Sportler über eine Fünf- oder Zehn-Kilometer-Runde mit acht oder zwölf Hindernissen. Mit dabei: der Trümmerberg im Ostragehege, der die „geballte Ladung“ Hindernisse auf dem Flutrinnen-Parkplatz einläutete.

Einmal über Autodächer laufen

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Über Autos, Reifen und Container ging es für die Teilnehmer des 1. Urbanian Run in Dresden.

Quelle: Tanja Tröger

Unbestrittener Höhepunkt des Laufes war die Station mit dem Namen „Rush Hour“. Davon, einfach mal auf den Pkw-Dächern dem Stau davonzulaufen, träumen wohl nicht nur frustrierte Autofahrer. „Geil! Das wollte ich schon immer mal machen!“, rief eine Teilnehmerin, und eine andere schnaufte scherzend „Wer hat denn die Autos hier hingestellt?“ Während einige Sportler noch lässig von Autodach zu Autodach hüpfen konnten, waren viele Läufer schon so kaputt wie die Front- und Heckscheiben der ausgedienten Wagen. Der Schweiß floss in Strömen von den verzerrten Gesichtern der „Urban Runner“. „Total bekloppt!“ entfuhr es einer Zuschauerin voller Bewunderung und Mitleid, während sie die Blechkraxelei beobachtete.

„Anstrengender, als ich dachte“

Im Ziel dann völlig erschöpfte, aber glückliche Teilnehmer. „Wir haben auf jeden Fall viel Spaß gehabt“, waren sich die „Dresden Pioneers“ einig. Die Sportlerinnen gehen sonst auf Rollschuhen in einer Halle auf Punktejagd, und zwar mit „Kampfnamen“, aber heute haben sie mal eine etwas andere Trainingseinheit eingelegt. „Ich bin froh, dass wir den Lauf als Team bestritten haben“, sagte „Coffin Cutie“. „Unser Sport ist ja eher ein Sprintsport“, ergänzte „Jerking Jules“. „Aber wir haben durchgehalten und sogar Leute aus dem Startblock 1 überholt“, freute sich Roller Girl „Catch’ya later“. „Es war echt interessant und abwechslungsreich – ich kletter ja nicht jeden Tag eine Wand an einem Seil hoch. Und über Autos laufen kann man sonst auch nicht.“

Spaß hatten auch Shirley und Fabian, die extra aus Chemnitz zum Urbanian Run angereist waren. „Es war anstrengender, als ich dachte“, gab der junge Mann zu, „aber cool“. Es soll nicht ihr letzter Crosslauf gewesen sein.

Ergebnisse 10 Kilometer:

Frauen: 1. Tanja Stroh, 2. Corinna Richter, 3. Christiane Deubel

Männer: 1. Florian Neuschwander, 2. Sören Lösch, 3. Lucas Herrmann

Anmerkung der Redaktion: Die ursprüngliche Rangliste der Frauen wurde nach Veranstalterangaben noch einmal geändert. Wir haben die Änderungen übernommen.

Ergebnisse 5 Kilometer:

Frauen: 1. Gabriele Jansen, 2. Stefanie Eisold, 3. Eve Lennartz

Männer: 1. André Fischer, 2. Franco Loreck, 3. Dirk Petersilie

ttr

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