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"Heimsieg" in der Fremde - Die Dresdner Eislöwen siegen in Chemnitz

"Heimsieg" in der Fremde - Die Dresdner Eislöwen siegen in Chemnitz

"Hurra, hurra, die Fans, die sind da" schallte es gestern Abend aus über 1000 Kehlen in der Chemnitzer Eishalle. Mit sechs Bussen und vielen privaten Pkws hatten sich die Dresdner Eislöwen-Fans aufgemacht, um ihre Lieblinge auch beim "Auswärts-Heimspiel" im Küchwald nach vorn zu peitschen.

Chemnitz .

Chemnitz (DNN). "Hurra, hurra, die Fans, die sind da" schallte es gestern Abend aus über 1000 Kehlen in der Chemnitzer Eishalle. Mit sechs Bussen und vielen privaten Pkws hatten sich die Dresdner Eislöwen-Fans aufgemacht, um ihre Lieblinge auch beim "Auswärts-Heimspiel" im Küchwald nach vorn zu peitschen. Und sie mussten ihre Reise nicht bereuen, denn die Dresdner gewannen das "Heimspiel" auf fremdem Eis gegen den Tabellenzweiten, die Landshut Cannibals mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0).

"Klar unterstützen wir unsere Mannschaft, schließlich ist das eine Heimpartie, auch wenn sie in Chemnitz stattfindet", sagt Conny Beyer, die mit Rita Büttner und Petra Sonntag in einem der Busse den Weg in den Küchwald nicht gescheut hat. Schon seit 1995 ist das Trio vom Eishockey-Virus infiziert, erzählt Conny, und hält seitdem den Eislöwen die Treue. "Eigentlich ist es ja eine Katastrophe, was mit unserer Arena passiert ist. Aber wir sind froh, dass uns die Chemnitzer ihre Halle zur Verfügung gestellt haben. Da muss man ihnen wirklich Danke sagen, denn sie haben ja sogar ein Spiel ihres Teams dafür verlegt. Das finde ich total klasse", lobt Rita Büttner die Gastgeber.

Steffen Mende stieg in Dresden ebenfalls in einer der DVB-Busse. Dabei ist sein Weg sogar besonders weit. "Ich arbeite in der Schweiz, bin aber trotzdem bei den meisten Heimspielen dabei. Eigentlich ist es ja nicht zu verstehen, dass die Dresdner Halle nach nicht einmal fünf Jahren schon solche Schäden hat. Die Spieler aber können nichts dafür. Klar, dass wir sie da gerade auch bei diesem Spiel unterstützen. Die Chemnitzer Halle ist schön und jetzt hoffen wir natürlich noch auf einen Sieg." Uwe Quester sieht den Umzug ins benachbarte Chemnitz, wo sonst die Wild Boys in der Oberliga vor kaum mehr als 200 Zuschauern dem Puck hinterherjagen, ebenfalls mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Hier gibt es wenigstens eine Halle, die funktioniert. Natürlich kann so ein Umzug nur eine Notlösung sein, aber zumindest gefällt mir das besser als in der Trainingshalle zu spielen." Natürlich hofft auch er, wie alle anderen gestrigen "Pendler", dass das Dach der Energie-Verbund-Arena bis zum Sachsenderby am 2. März wieder dicht ist. "Da muss sich die Stadt anstrengen", meint Ronny Hauser, der es in der Chemnitzer Arena, die übrigens 4200 Zuschauer fasst, "ganz schön kalt" fand.

Im ersten Drittel konnten die Eislöwen das Herz der Anhänger noch nicht so richtig erwärmen. Beide Teams tasteten sich ab, standen sicher in der Defensive und neutralisierten sich dabei weitestgehend. Insgesamt hatten die Landshuter anfangs etwas mehr vom Spiel. Das ging auch zu Beginn des zweiten Durchgangs erst einmal so weiter. Und als Sami Kaartinen in der Kühlbox saß, nutzten die Cannibals das Powerplay für den Führungstreffer. Martin Davidek (26.) netzte aus Nahdistanz ein. Nun diktierten die Niederbayern das Geschehen. Aber als die Dresdner dann in der 34. Minute in Unterzahl agieren mussten, versuchte es erst Patrick Jarrett mit einem Alleingang, wurde aber abgedrängt. Doch Norman Martens setzte sofort hinterher, kam an die Scheibe und krönte sein schönes Solo mit dem 1:1. Die Fans schwenkten die blau-weißen Fahnen und feierten ihr Team.

Im letzten Abschnitt schenkten sich beide Mannschaften nichts, die Eislöwen fighteten um jeden Zentimeter Eis und wurden belohnt. In der 54. Minute glückte Kapitän Patrick Jarrett der Treffer zum 2:1. Diesen knappen Vorsprung verteidigten die Elbestädter im Chemnitzer Küchwald mit Mann und Maus.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.02.2012

Astrid Hofmann

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