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Harte Fitness für Körper und Geist: Mixed Martial Arts in Dresden

Harte Fitness für Körper und Geist: Mixed Martial Arts in Dresden

Ein verworrenes Knäuel aus Armen und Beinen liegt auf dem mit Matten ausgelegten Boden der Kampfsportschule Aikijitsu. Lautes Gelächter ist zu hören, Trainer Marcelo zieht eine Grimasse.

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Trainer Marcelo und Profisportler Gustavo Muniz haben sichtlich Spaß beim Vorführen von neuen Übungen.

Quelle: Nadine Steinmann

Es ist halb zehn in Dresden und nein, es ist nicht Zeit, um ein Knoppers zu essen. Ganz im Gegenteil: Zehn aufmerksame und hoch konzentrierte Sportler stehen sich in Paaren gegenüber und üben vor dem Arbeits- beziehungsweise Studienbeginn neue Techniken. Der Sport, den sie betreiben, nennt sich Mixed Martial Arts.

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Im Aikijitsu Dresden wird Mixed Martial Arts angeboten.

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MMA ist eine Mischung aus unterschiedlichen Kampfsportarten, beinhaltet unter anderem Techniken aus dem Boxen, Karate, Ringen oder Kickboxen. In den vergangenen Jahren musste die Sportart viel Kritik einstecken, galt als brutal, unfair und gefährlich. „Der Ruf stammt leider noch aus der Ursprungszeit. Damals hieß das ganze noch Free Fight. Die Kämpfe kannten keine Regeln“, erklärt Francisco Sanchez Marlotica, Mitbegründer des Aikijitsu. „Mittlerweile gibt es aber feste Richtlinien und auch im Fernsehen berichten immer mehr Sender positiv über die in Europa noch junge Sportart“, so Marlotica.

Im Trainingsraum macht unterdessen Schüler Sven Ehmann eine kurze Pause, um über seine Leidenschaft zu sprechen. „Wenn es mir möglich ist, trainiere ich an fünf Tagen die Woche“, so der 36-Jährige. Ihm ginge es nicht ums Kämpfen, sondern darum, körperlich und geistig fit zu sein. Kritikern des Sports würde er raten, ein paar Statistiken zu lesen. „Beim Boxen passiert viel mehr als bei Mixed Martial Arts.“

Neue Übung, neue Herausforderung: Die fünf Trainingspaare müssen versuchen, ihren Gegenspieler mit schnellen Handgriffen, einer Drehung und einem geschickt platzierten Beinkick auf die Matte zu werfen. Trainer Marcelo ist die ganze Zeit dabei, achtet aufmerksam und kritisch auf seine Schützlinge. Unterstützung erfährt er diese Woche noch von Gustavo Muniz.

Der Brasilianer, der extra von Rio de Janeiro nach Dresden gereist ist, leitet in seiner Heimatstadt das Honor Fight Team, in dem viele professionelle Kampfsportler ausgebildet werden. Gustavo Muniz selbst hat den Schwarzgurt im Luta Livre (ähnelt dem Ringen und Judo), im Brazilian Jiu Jitsu (Weiterentwicklung des japanischen Judos) und im Thaiboxen. Außerdem ist er ein ehemaliges Mitglied der brasilianischen Ringerauswahl. In den kommenden Tagen gibt er sein Wissen aber nicht nur den Schüler des Aikijitsu Dresden weiter, sondern zeigt auch Trainer Marcelo neue Techniken. „In den Kampsportarten ist es Tradition, dass der Mentor, auch Sensei genannt, regelmäßig eingeladen wird, um Erfahrungen auszutauschen“, erklärt Inhaber Marlotica.

Mittlerweile ist der morgendliche Frühsport vorbei. Die Schüler verneigen sich vor ihren Trainern und bedanken sich beieinander für das faire und intensive Training. Insgesamt bildet die Kampfsportschule Aikijitsu im Hinterhof der Hechtstraße 27 über 40 Männer, Frauen, Jugendliche und auch Kinder aus. Neben dem MMA wird in dem im November eröffneten Trainingszentrum auch Luta Livre, Aikido, Kenjutsu (Schwertkampf) und Selbstverteidigung für Kinder und Frauen angeboten.

Nadine Steinmann

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