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Hamburger Jung fühlt sich in der Titans-WG wohl

Basketball Hamburger Jung fühlt sich in der Titans-WG wohl

"Das war definitiv mein bestes Spiel für Dresden", frohlockte Marc Nagora nach dem 106:71-Erfolg der Dresden Titans über die Licher Basketbären.

Dresden. "Das war definitiv mein bestes Spiel für Dresden", frohlockte Marc Nagora nach dem 106:71-Erfolg der Dresden Titans über die Licher Basketbären. In einer insgesamt starken Dresdner Mannschaft gehörte der 2,03 Meter große Forward am vergangenen Sonntag noch zu den Besten. Der Neuzugang steuerte 15 Punkte bei, weil er sich bei den Zweier-Versuchen und den Freiwürfen keinen Fehlwurf leistete und auch zwei von drei Dreier-Versuchen verwandelte.

"Ein klasse Spiel von Marc! Er bringt viel Energie, hat sechs von sieben Würfen getroffen. 15 Punkte in 17 Minuten - das muss man erst einmal machen", lobte Trainer Thomas Krzywinski den Hamburger, der nach drei Jahren in Braunschweig in Dresden eine neue Herausforderung gefunden hat. In Elbflorenz hofft der 22-Jährige auf mehr Einsatzzeit als bei den inzwischen aufgelösten Druff! Baskets Braunschweig, bei denen er in der Vorsaison nur auf zehn Einsätze kam. Dabei hatte Nagora ursprünglich sogar ganz andere Träume, denn als Doppellizenzspieler wollte er eigentlich bei den Braunschweiger Löwen Erstliga-Luft schnuppern.

"Es war natürlich interessant, als Doppellizenzspieler in der 1. Liga zu spielen, aber ich habe den Schritt nicht geschafft und dann in der Pro B gespielt. Da kam ich aber auch nicht richtig ins Spiel rein. Wir hatten sehr gute Individualspieler, die wie Dominique Johnson jetzt beim MBC in der Bundesliga spielen oder wie Dennis Schröder sogar in der NBA", erinnert sich Nagora. Als das Pro-B-Programm in Braunschweig auslief und sich die Spieler in Deutschland verteilten oder nach Wolfenbüttel wechselten, suchte er nach einem Klub mit Perspektive: "Ich wollte in ein wirkliches Team, in dem nicht die Einzelspieler so dominieren und alle gewinnen wollen - und in ein Team, das auch um den Aufstieg mitspielen kann." Er sei ein echter Mannschaftsspieler und froh, "jetzt in einem Team zu sein, wo es haufenweise Spieler gibt, die zehn Punkte und mehr machen können und jeder eine Gefahr ist, wo jeder in der Defense gut arbeitet, es schlaue Spieler gibt, die auch vom der Bank Stimmung machen".

In Dresden gefällt es ihm auch sonst sehr gut, das weitaus höhere Zuschauerinteresse als zuletzt in Braunschweig motiviere ihn zusätzlich. Auch abseits der Halle fühlt er sich wohl und wohnt gern mit den anderen Spielern im Titans-Haus. "Das gab es in Braunschweig nicht", so Nagora. Es mache Spaß, gemeinsam Basketball-EM zu gucken, essen oder zum Galopp-Renntag zu gehen. Sein Eindruck: "Die Sachsen sind sehr offen, sehr warm, was man in Hamburg nicht kennt. Der Humor ist dort sehr trocken, minimalistisch angelegt. Hier wird man mit offenen Armen empfangen." Zu Hause habe man ihn ein wenig belächelt, als er nach Dresden ging, doch bereut hat er es bis jetzt nicht.

Jochen Leimert

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