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Hamann holt Bronze und wird zur Siegerehrung vergessen

Hamann holt Bronze und wird zur Siegerehrung vergessen

Wenn der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) heute sein Aufgebot für die WM im August in Peking bekanntgibt, wird nur ein Athlet des Dresdner SC vertreten sein.

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Dreispringerin Jenny Elbe hat bei den Deutschen Meisterschaften den Titel verpasst und die letzte Chance auf die WM-Norm nicht genutzt.

Quelle: dpa

Wie schon vor zwei Jahren in Moskau konnte lediglich Speerwerfer Lars Hamann das Ticket zum Saison-Höhepunkt buchen. Der 26-Jährige, der am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg seinen ersten Wettkampf nach einem Rippenbruch bestritt, erkämpfte sich Bronze mit 81,03 m. Er musste nur Thomas Röhler (Jena/84,73 m) und seinem ehemaligen Dresdner Vereinsgefährten Johannes Vetter (jetzt Saarbrücken/83,12 m) den Vortritt lassen.

Da Hamann die WM-Norm (82,50 m) schon zu Saisonbeginn geknackt hatte, sollte der Reise nach China nichts im Weg stehen. "Es war ein Pokerspiel, was den Wind anbelangt. Aber ich bin mit dem dritten Platz und der Weite zufrieden", sagte der Dresdner, der aber noch böse ausgebremst wurde. Denn bei der Siegerehrung blieb das Podest des Drittplatzierten leer. Man hatte ihn einfach vergessen. Lars Hamann blieb schlagfertig: "Ich bedanke mich für die durchschlagende und professionelle Arbeit des Verantwortlichen des Siegerehrungskomitees. Nach erfolgter Anmeldung zur Siegerehrung gab ich dem Verantwortlichen zu verstehen, dass ich in den Nachbarraum zur Physiotherapie gehe und bat darum, mich abzuholen, sobald die Siegerehrung beginnen soll. Dies wurde sogar schriftlich festgehalten. Nach knapp 30 Minuten war ich mit der Behandlung fertig - meine Siegerehrung allerdings auch! Ich danke vielmals für den Aufwand, der betrieben wurde, um im benachbarten Raum nach mir zu suchen. Wozu braucht man schon eine Siegerehrung?"

Vereinsgefährtin Jenny Elbe wurde zwar nicht vergessen, doch freuen konnte sich die Dreispringerin über ihre Silbermedaille bei den Titelkämpfen nicht. Im Gegenteil. Mit 13,89 m verfehlte die 25-Jährige die WM-Norm für Peking (14,25 m). Dagegen holte sich die Chemnitzerin Kristin Gierisch nicht nur Gold, sondern im letzten Versuch mit 14,38 m auch die WM-Fahrkarte. Elbe war im ersten Versuch die 13,89 m gesprungen, konnte dann aber die 14-m-Marke knacken. "Sie hat sich super gefühlt, auch das Einspringen lief gut. Warum es dann nicht geklappt hat, ist ein wenig ein Rätsel", so Trainer-Vater Jörg Elbe, der hinzufügte: "Der Verband hat uns auch keine Hoffnungen gemacht, dass sie die Norm noch bis zum 8. August, dem Stichtag des internationalen Verbandes, nachreichen kann. Natürlich muss sie das jetzt erst einmal verdauen. Am Ende fehlen ihr vier Zentimeter, denn bei 14,20 m hätte sie der Verband gemeldet. Sie aber hat als Saisonbestweite die 14,16 m zu Buche stehen."

Knapp an einer Medaille vorbei lief Florian Handt, der über 400 m Hürden mit 51,50 s Vierter wurde. Jan Riedel konnte über 800 m seine Bronzemedaille aus dem Vorjahr nicht verteidigen, erreichte Rang acht. Mit persönlicher Bestleistung von 9:10,71 min wurde Karl Bebendorf über 3000 m Hindernis Elfter. Eine Silbermedaille gab's für die U20-Staffel der Männer über 4 x 400 m.

Astrid Hofmann

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