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Haarscharf am Pokal-Aus vorbei - RB Leipzig bezwingt Neugersdorf erst im Elfmeterschießen

Haarscharf am Pokal-Aus vorbei - RB Leipzig bezwingt Neugersdorf erst im Elfmeterschießen

Fußball-Regionallist RB Leipzig ist denkbar knapp an einer Pokal-Schlappe vorbei geschrammt. Beim Landesligisten FC Oberlausitz Neugersdorf konnte sich das Team von Trainer Alexander Zorniger am Mittwochabend erst im Elfmeterschießen durchsetzen.

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Quelle: GEPA Pictures

1559 Zuschauer sahen eine spannende und temporeiche Partie, an deren Ende die Rasenballer mit einem 6:5-Sieg (n.E.) in das Finale des Sachsenpokals einzogen.

Vor dem Spiel hatte Rasenballsport-Trainer Alexander Zorniger vor Neugersdorf gewarnt, einige der Fußballer des Landesliga-Spitzenreiters haben schließlich [link:700-NR_LVZ_185386-1]Dass das Team von Trainer Manfred Weidner brandgefährlich sein kann, musste RB schon kurz nach Anpfiff erfahren. Jan Nezmar spielte von links in die Mitte auf den freistehenden Jiří Šisler, der aus zehn Metern abzog und Benjamim Bellot im Tor keine Chance ließ.

Überrascht von dem frühen Gegentor steckten die Leipziger aber nicht auf, nahmen das Spiel in die Hand. Im Verlauf der ersten Halbzeit erspielten sie sich zahlreiche Chancen. Unter anderem setzte Daniel Frahn einen Kopfball in der 15. Minute nur knapp über die Latte, fünf Minuten später verschießt der Kapitän direkt vorm Kasten der Oberlausitzer. Auch wenn seine Mannschaft das Tempo hoch hielt: Zählbares sprang bis zur Pause nicht heraus. Leichte Ballverluste verhinderten eine noch deutlichere Dominanz der Leipziger, lud Neugersdorf immer wieder zu schnellen Kontern ein. An der Seitenlinie tigerte ein unzufriedener Zorniger wütend auf und ab.

Nach dem Seitenwechsel dann das beruhigende Tor. Direkt nach dem Wideranpfiff traf Dominik Kaiser aus 23 Metern mustergültig per Freistoß ins lange Eck. Wenig später überschlugen sich die Ereignisse: Sebastian Heidinger traf nach einer Ecke zum 2:1 (52. Minute). Als die etwa 150 mitgereisten Fans noch jubelten und das Spiel gedreht sahen, war es wieder Šisler, der den Gästen erneut die Laune verdarb.

In der Folge entwickelte sich ein echter Pokalfight. RB war sichtlich bemüht, eine peinliche Niederlage zu vermeiden, ging hohes Tempo und erspielte sich zahlreiche Chancen. Die wohl beste Möglichkeit vergab wieder Frahn, der einen von Stefan Kutschke verlängerten Einwurf aus dem Fünfmeterraum haarscharf über die Latte schoss (70.). Bis zum Ende der regulären Spielzeit wurde die Partie zerfahrener und ruppiger. Beiden Teams ging es nicht mehr darum, schönen Fußball zu spielen, sondern den entscheidenden Treffer vor der 90. Minute zu erzielen. Das Bemühen war jedoch nicht von Erfolg gekrönt – es ging in die Verlängerung.

In den beiden kurzen Halbzeiten spielte im Grunde nur eine Mannschaft: RB Leipzig. Die Oberlausitzer dagegen igelten sich hinten ein, spielten auf Zeit und spekulierten auf das Elfmeterschießen. Die Rasenballer zeigten zunehmend Nerven. Beispielsweise passte Marcus Hoffmann in der 108. Minute unbedacht auf Bellot zurück, der aber nicht zur Stelle war. Glücklicherweise kam kein Neugersdorfer rechtzeitig an den Ball. Nach einem Foul von Jiří Liška an Frahn, kam es zum Gerangel, wonach der RB-Kapitän Gelb sah. Auch, dass Leipzig alles nach vorne warf, brachte keine Entscheidung: Es ging ins Elfmeterschießen.

Christian Müller, Dominik Kaiser, Stefan Kutschke und Daniel Frahn trafen, während Marcus Hoffmanns Schuss gehalten wurde. Macht insgesamt sechs Tore für RB. Deren Keeper Bellot hielt zwei Elfmeter und wurde so zum Matchwinner. „Mir war bewusst, dass ich beim zweiten Gegentor nicht besonders gut aussah“, sagte der Torwart danach. „Ich war überzeugt, dass ich das für die Mannschaft wieder gutmachen werde und ich bin wirklich erleichtert, dass es geglückt ist.“

Trainer Zorniger machte die mangelnde Chancenauswertung dafür verantwortlich, dass die Bullen sich auf ihr Glück verlassen mussten: „Es hätte viel früher klar sein können.“ Gleichzeitig zollte er dem Gegner Respekt: „Die haben das gut gemacht, haben mit viel Leidenschaft gekämpft und auch taktisch gut gespielt.“

Mit dem Sieg stehen die Leipziger nun im Finale um den Sachsenpokal. Dort treffen sie auf den Drittligisten Chemnitzer FC. Der Sieger im Endspiel qualifiziert sich für die Teilnahme im DFB-Pokal.

RB Leipzig: Bellot – Müller, Ernst (78. Hoffmann), Franke, Judt – Heidinger, Kaiser, Schulz (46. Röttger) – Rockenbach (46. Kutschke) – Morys, Frahn (C)

Oberlausitz Neugersdorf: Zelenka – Lukas, S. Fröhlich, Petrick, Flachbart – Dittrich, Liska, Uhlig (C), Nezmar (13. Heineccius) – Sisler, M. Fröhlich (109. Berg)

Schiedsrichter: Stephan Markowitz (Zwickau)

Tore: 1:0 Sisler (5.), 1:1 Kaiser (46.), 1:2 Heidinger (52.), 2:2 Sisler (54.)

Elfmeterschießen: 2:3 Müller, 3:3 Lukas, Zelenka hält gegen Hoffmann, 4:3 Flachbart, 4:4 Kaiser, Bellot hält gegen Heimlich, 4:5 Kutschke, 5:5 Berg, 5:6 Frahn, Bellot hält gegen Fröhlich

Zuschauer: 1559

maf

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