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HC Elbflorenz präsentiert Pläne für Dresdens neue Ballspielhalle

HC Elbflorenz präsentiert Pläne für Dresdens neue Ballspielhalle

Das Geheimnis ist gelüftet. Gestern präsentierte Unternehmer Uwe Saegeling in den Räumen seiner Medizintechnik-Firma in Heidenau die Pläne für die neue Ballspielhalle im Dresdner Sportpark Ostra.

Dresden.

Die multifunktionale Arena, die gegenüber der Yenidze entstehen soll, wird die Heimstätte der Drittliga-Handballer vom HC Elbflorenz, für die Uwe Saegeling schon seit 2011 als Präsident und Hauptsponsor maßgeblich die Verantwortung trägt. Und der 48-Jährige tritt zugleich als Investor auf, finanziert das 15 Millionen Euro teure Schmuckstück mit privatem Geld. "Ich will mir damit aber keinesfalls ein Denkmal setzen oder reich werden, sondern der Gesellschaft etwas zurückgeben", betont er und fügt an: "Diese Halle wird dringend gebraucht und ich bin auch ein wenig stolz darauf, dass nach anfänglichen kleinen Irritationen das Projekt sowohl im Stadtrat als auch im Finanzausschuss einstimmig durchgegangen ist."

Die "Elbflorenzarena" - so nur der Arbeitstitel, wie Saegeling hervorhebt - soll das Entrée zum gesamten Ostrapark werden und insgesamt 3000 Zuschauern Platz bieten. Nach den Vorstellungen von Architekt Sebastian Fest vom Generalplaner Archiprocess wird es vor allem ein "Haus der Emotionen, für die Tiger des HC Elbflorenz der Käfig, der sich bei den Heimspielen in einen Stimmungskessel verwandelt". Die Zwei-Feld-Ballspielhalle misst 44 mal 44 Meter und ist damit im Gegensatz zu vielen anderen Hallen sehr quadratisch. Dabei haben die Planer alle Voraussetzungen geschaffen, damit die Anforderungen an Bundesliga-Spiele im Handball, Basketball oder sogar auch Volleyball erfüllt werden. So ist zum Beispiel ein VIP-Bereich für 300 Gäste eingeplant, auch Regieräume für Fernsehübertragungen, Pressezimmer sowie zwei Videowände fehlen nicht.

Wie Sebastian Fest erklärt, wird die Arena jedoch nicht nur ein Domizil für Leistungssportler, sondern auch für den Breitensport: "Es wird fünf Squash-Courts geben, eine bundesligataugliche Kegelbahn, eine Physiotherapie, ein Personaltrainingsstudio, ein Bewegungsbecken, das auch für bestimmte Schwimmtherapien genutzt werden kann, sowie einen Wellness- und Saunabereich, einen Fan-Shop und eine Sportbar." Damit sich bei großen Veranstaltungen Zuschauer und Sporttreibende nicht ins Gehege kommen, sind zwei Eingänge vorgesehen. Insgesamt umfasst das Gebäude, das 73 mal 54 Meter misst und an der höchsten Stelle 17 Meter hoch ist, ein Kellergeschoss und weitere vier Etagen oberirdisch. Dabei ist alles auch für Behindertensportler ausgerichtet.

Betreiber Frank Lösche, der dafür sorgen muss, dass sich die Halle trägt, bringt noch einen anderen Aspekt ins Spiel: "Nachdem der Kulturpalast nach dem Umbau nur noch für 1700 Zuschauer ausgelegt ist, wollen wir neben dem Sport zugleich ein Haus für Musik sein. Wir sind auf solche Events vorbereitet, haben uns deshalb mit verschiedenen Konzertveranstaltern unterhalten, um die nötigen Voraussetzungen zu beachten." Nachdem in der vorigen Woche der Bauantrag eingereicht wurde, hofft Sebastian Fest nun auf einen möglichst schnellen Bescheid. "Dann können wir im Oktober die notwendigen Abrissarbeiten beginnen und im November mit dem Bau starten." Uwe Saegeling, der übrigens kein Problem sieht, dass die geplanten Kosten eingehalten werden ("Zwei bis drei Prozent mehr würden uns aber auch nicht umbringen" - O-Ton Saegeling), drückt aber aufs Tempo: "Das muss schneller gehen, der Bau soll noch im Oktober beginnen", sagt er lachend und auch die vorgesehenen 15 Monate Bauzeit möchte der umtriebige Investor möglichst noch verkürzen.

HC-Trainer Peter Pysall, der natürlich weiß, dass angesichts dieses ehrgeizigen Projekts der Sport Schritt halten muss und deshalb in der neuen Saison der Aufstieg in die 2. Bundesliga nahezu als Pflichtaufgabe zu sehen ist, zeigt sich von der Arena begeistert: "Damit haben wir hervorragende Bedingungen, auch für unseren Nachwuchs. Besonders spannend finde ich, dass Profi- und Breitensport unter einem Dach zu Hause sein werden."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.07.2015

Astrid Hofmann

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