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Gueye bei Dynamo Dresden außer Gefecht - Gremien tagen bis in die Nacht

Gueye bei Dynamo Dresden außer Gefecht - Gremien tagen bis in die Nacht

Während die Gremien von Dynamo Dresden gestern bis in den späten Abend hinter verschlossenen Türen über die Konsequenzen der Randale von Kaiserslautern berieten, grübelte Trainer Peter Pacult, wie er am besten sein jüngstes Personalproblem lösen könnte.

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Seine Rettungstat beim Spiel in Kaiserslautern muss Cheikh Gueye (Bildmitte) teuer bezahlen. Was Mannschaftsarzt Dr. Tino Lorenz (3.v.r.) auf dem Rasen des Fritz-Walter-Stadions nur ahnen konnte, ist seit gestern Gewissheit: Gueye fällt lange verletzt aus.

Quelle: Jan Huebner

Am Vormittag hatte ihn die Hiobsbotschaft erreicht, dass Rechtsverteidiger Cheikh Gueye mehrere Wochen ausfällt.

Der Senegalese ist wegen eines Syndesmosebandeinrisses im linken Sprunggelenk außer Gefecht. Das ergab die MRT-Untersuchung am Montag, deren Befund Dynamo erst gestern mitgeteilt werden konnte. Gueye zahlt somit einen hohen Preis für seine Rettungsaktion beim 0:3 in Kaiserslautern, bei der er in der ersten Halbzeit einen Ball vor der eigenen Torlinie mit letztem Einsatz geklärt hatte. Dabei war der Afrikaner unglücklich umgeknickt und musste in der 38. Minute ausgewechselt werden.

Sportchef Steffen Menze bedauert den Ausfall Gueyes, der seit seiner Verpflichtung im August 2011 durchweg Stammspieler war, sehr: "Jede Verletzung tut weh und ist überflüssig. Wenn man gesehen hat, mit welchem Einsatz er sich da reingehängt hat, dann ist das schade. Aber man darf jetzt nicht lamentieren, sondern die Sache so nehmen, wie sie ist." Er hoffe, dass der nun mit einem Spezialschuh wie jüngst Robert Koch ausgestattete Gueye nach Gesundung in der Schlussphase der Meisterschaft noch spielen kann.

Bis dahin muss Pacult auf jeden Fall improvisieren, denn einen zweiten gelernten Rechtsverteidiger hat er derzeit nicht. Mit Cüneyt Köz (zu Preußen Münster) und Toni Leistner (zum Halleschen FC) wurden zwei mögliche Alternativen im ersten Türkei-Trainingslager von ihm aussortiert und anschließend von Menze verliehen. Einen neuen Mann zu verpflichten, das geht nach dem Ende der zweiten Transferperiode nicht mehr - nicht einmal ein vertragsloser Spieler kann jetzt noch geholt werden. "Wir können keinen mehr verpflichten, kommen mit dem Personal aus, was wir haben", sagt Menze.

Er will zwar nicht ausschließen, dass Pacult sich bei der "Zweiten" Ersatz sucht und beispielsweise Sepp Kunze hochzieht, doch gerade in der aktuellen Situation ist das unwahrscheinlich. Vielmehr dürfte der Wiener beim Heimspiel gegen Sandhausen (Sonntag, 13.30 Uhr) auf Florian Jungwirth zurückgreifen, der nach Gueyes Verletzung auf dem Betzenberg eingewechselt wurde und selbst unter Pacult-Vorgänger Ralf Loose schon testweise die rechte Position in der Viererkette ausfüllte. Möglich ist auch, dass Tobias Jänicke für Gueye einspringt. Der Mecklenburger wurde von Pacult im Trainingscamp Lara mehrmals als Gueye-Ersatz eingesetzt.

Wenigstens eine gute Nachricht gab es für Dynamo, bevor es abends in die Krisensitzung ging: Angreifer Lynel Kitambala kehrte nach seinem Innenbandanriss im rechten Knie ins Mannschaftstraining zurück. Doch der Sport rückte nach 19 Uhr in den Hintergrund, denn dann ging es u.a. darum, ob Dynamo nur noch personalisierte Tickets oder gar keine Karten mehr für Auswärtsspiele verkaufen soll. Geschäftsführer Christian Müller gab sich gegenüber "Sport1" optimistisch, dass die Sitzung etwas bringt: "Es ist der erste Schritt hin zu einem Umdenken hier im Verein!" Er hoffe auf einen Ruck der Aufrechten im Verein. "Wir lassen uns unseren Verein und unsere Sportgemeinschaft nicht von wenigen Vollidioten kaputt machen. Und ich denke, dass es jetzt wirklich zu Maßnahmen und Veränderungen kommen wird, die hoffentlich auch schnell Früchte tragen", so Müller.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.02.2013

Jochen Leimert

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