Volltextsuche über das Angebot:

° / °
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
Gold und Silber für Tom Liebscher bei Kanu-EM in Tschechien

Gold und Silber für Tom Liebscher bei Kanu-EM in Tschechien

Tom Liebscher vom KC Dresden hat bei der Kanu-Europameisterschaft im tschechischen Racice Gold und Silber gewonnen. Der 21-Jährige verteidigte im Kajak-Zweier mit seinem Potsdamer Partner Ronald Rauhe über 200 Meter den Titel aus dem Vorjahr. Dabei konnte das Duo sich bei den Weltmeistern des Vorjahres Grujic/Novakovic aus Serbien revanchieren und die Konkurrenten auf den zweiten Platz verweisen.

Voriger Artikel
Dynamo Dresden gewinnt irres Spiel mit 4:3 bei den Stuttgarter Kickers
Nächster Artikel
Neue Tennisdamen stark, Talente zahlen Lehrgeld

Tom Liebscher (re.) und Roland Rauhe paddeln über die 200-Meter-Sprintdistanz zu EM-Gold.

Quelle: Rene Volfik, dpa

Racice/Dresden. Bronze ging an das litauische Duo Lankas/Ramanauskas. Im Einer über die nichtolympische Distanz von 500 Meter konnte Liebscher seinen Titel indes nicht verteidigen und musste sich im Finale Weltmeister Rene Holten Poulsen aus Dänemark geschlagen geben.

Insgesamt haben sich die deutschen Kanuten nach der verpatzten WM im vergangenen Jahr neues Selbstvertrauen eingeimpft. Ein Mini-Team heimste bei der ins Frühjahr vorgezogenen EM allein in den olympischen Klassen sechs Plaketten ein, davon viermal Gold. Enttäuschungen gab es kaum. "Das war ein Superstart ins Wettkampfjahr nach der Schmach von Moskau, die alle noch ein bisschen mit im Kopf hatten", erkannte Verbandspräsident Thomas Konietzko und stellte zufrieden fest: "Wir sind wieder ganz vorne dabei!"

Vorzeige-Kanute Brendel im Canadier-Einer, Max Hoff im Kajak-Einer sowie Max Rendschmidt/Marcus Groß im Kajak-Zweier sorgten mit ihren 1000-Meter-Siegen schon am Sonnabend für gelöste Stimmung im deutschen Lager. Yul Oeltze und Ronald Verch gewannen Bronze im Canadier-Zweier über 1000 Meter. Die im vergangenen Jahr schwächelnde Zweier-Olympiasiegerin Franziska Weber heimste im Kajak-Einer neben Gold in der nicht-olympischen 1000-Meter-Disziplin auch Silber über die wichtigeren 500 Meter ein. "Ich bin unheimlich erleichtert", verkündete die Potsdamerin. Konietzko wertete die Top-Resultate gegen die allerdings nicht komplett in Bestbesetzung angetretene Konkurrenz als "Bestätigung für uns, dass wir die richtigen Lehren aus dem Vorjahr gezogen haben".

Nach der historisch schlechten WM-Ausbeute von nur drei Medaillen inklusive einmal Gold über die olympischen Strecken baute der Verband sein Trainerteam um und erhöhte die Trainingsumfänge für die Athleten. "Die Ausgangsposition passt. Jetzt heißt es bis Mailand weiterarbeiten", sagte Konietzko. Beim Jahreshöhepunkt im August geht es neben Titeln auch um die Olympia-Quotenplätze. Achtsamkeit ist angebracht, zumal den EM-Läufen international keine große sportliche Bedeutung beigemessen wird. Die erstmalige Austragung der Europaspiele im Juni hat den Terminkalender der Paddler gehörig durcheinandergewirbelt, nur deshalb sind die Racice-Rennen an den Anfang der Saison gerückt. Weil der Deutsche Kanu-Verband bisher nicht mal seine zweite nationale Qualifikation ausgefahren hat, schickte er nur seine zehn Besten des vergangenen Jahres nach Tschechien. Die in Mailand für die Quotenplätze wertvollen Kajak-Vierer blieben ebenso unbesetzt wie drei weitere von insgesamt nur zwölf olympischen Disziplinen.

Astrid Hofmann/Michael Brehme

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr