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Gold und Silber für Dresdner Wasserspringer bei den Deutschen Meisterschaften

Gold und Silber für Dresdner Wasserspringer bei den Deutschen Meisterschaften

Die Augen von Tina Punzel strahlten, Martin Wolfram jubelte überschwänglich. Die beiden DSC-Wasserspringer hatten bei den Deutschen Meisterschaften nach dem ersten Wettkampf vom Einmeterbrett gestern in heimischer Halle auch allen Grund dazu.

Dresden.

Punzel erkämpfte sich dank einer starken Vorstellung den Titel, und für Wolfram leuchtete Silber fast wie Gold.

Die erst 17-jährige Tina Punzel musste nach dem Abschied einiger gestandener Leistungsträgerinnen erstmals mit der Favoritenbürde an den Start gehen. "Im Vorkampf war ich schon noch ziemlich aufgeregt, aber dann wurde ich immer sicherer", beschrieb die Dresdnerin ihre Gefühlslage. Nach gewonnenem Vorkampf knackte sie im Halbfinale erstmals die EM- und WM-Norm und das gab ihr die nötige Sicherheit, im Finale voll auf "Angriff" zu springen.

Als erste deutsche Wasserspringerin bot sie einen eineinhalbfachen Auerbachsalto mit zweieinhalb Schrauben. "Das ist eine absolute Höchstschwierigkeit, den beherrschen auch in der Welt nicht so viele Athletinnen", schnalzte Jugend-Bundestrainer Frank Taubert mit der Zunge. Tinas Papa Rainer, selbst einst ein Top-Springer, stand die Freude ebenfalls ins Gesicht geschrieben: "Nachdem sie die Norm im Halbfinale geknackt hatte, konnte sie das Risiko eingehen", meinte er.

Und das Risiko wurde belohnt. Die Premiere gelang, am Ende überbot das Talent in diesem Finale mit 289,05 Zählern die Norm von 280 Punkten noch einmal klar und verwies die beiden Leipzigerinnen Jessica Roch (258,95) und Julia Feist (258,10) mit deutlichem Abstand auf die Plätze. "Das war natürlich ein perfekter Wettkampf-Auftakt und ein erster Schritt zur WM im Juli in Barcelona", freute sich Tina Punzel. Sie verriet: "Ich hatte mir für die Titelkämpfe schon einiges vorgenommen. Jetzt will ich das Ergebnis möglichst auch vom Dreimeterbrett wiederholen." Lutz Buschkow, Sportdirektor und verantwortlicher Bundestrainer, lobte die frischgebackene Meisterin: "Der Sprung ist Weltspitze und insgesamt hat Tina ein sehr gutes internationales Niveau geboten."

Martin Wolfram war nach seinem geglückten Comeback einfach nur happy. Erstmals nach den Olympischen Spielen von London und der anschließenden Schulter-OP absolvierte der 21-Jährige wieder einen Wettkampf. Und was für einen! Sein "Geheimplan" ging auf. Weil ein Start vom Turm noch zu früh gekommen wäre, wollte er sich die EM- und WM-Fahrkarte vom Einmeterbrett sichern. Mit 410,95 Punkten überbot er die geforderte Norm bereits im Vorkampf, den er vor Oliver Homuth (Berliner TSC) für sich entschied.

Zwar schaffte der Schützling von Boris Rozenberg die 400-Punkte-Marke im Halbfinale nicht ganz, aber im hochklassigen Finale, in dem er sich mit Homuth und dem Leipziger Stephan Feck einen heißen Dreikampf lieferte, erreichte er mit 427 Punkten eine tolle Leistung. Lediglich der gleichaltrige Brett-Spezialist Oliver Homuth war um einen Tick - exakt zwei Punkte - besser und sicherte sich damit die Goldmedaille. Auch Feck, der erst kurzfristig an den Start ging, überbot mit 422,55 Zählern die Norm.

Für Martin Wolfram, der mit dem zweieinhalbfachen Auerbachsalto mit ganzer Schraube ebenfalls einen neuen Sprung präsentierte und damit seinen Schwierigkeitsgrad noch einmal aufstockte, freute sich wie ein "Schneekönig": "Ich hatte erst große Bedenken, ob ich mich für internationale Aufgaben qualifiziere. Jetzt bin ich einfach überglücklich, dass ich es geschafft habe.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.06.2013

Astrid Hofmann

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