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Gleich der erste Sprung sitzt: Dreispringerin Jenny Elbe ist im EM-Finale

Gleich der erste Sprung sitzt: Dreispringerin Jenny Elbe ist im EM-Finale

Jenny Elbe fasste sich ans Herz und strahlte: So schaut nur eine glückliche Debütantin bei der Leichtathletik-Freiluft-EM aus. Dass gleich ihr erster Sprung in Zürich reichen würde, sie sich sogar den Luxus erlauben konnte, auf den dritten Durchgang zu verzichten, davon hatte die Dreispringerin vom Dresdner SC kaum zu träumen gewagt.

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13,83 Meter reichten Jenny Elbe gestern in der Qualifikation - die Dresdnerin ist im Dreisprung-Finale dabei.

Quelle: dpa

"Ich hatte überhaupt keinen Überblick und war total happy, als Papa meinte: Du kannst aufhören", erzählte die 24-Jährige nach der nervenaufreibenden Qualifikation, die sie mit 13,83 Metern auf einem hervorragenden siebten Platz beendete. Von 23 Starterinnen mussten elf die Segel streichen. Zehn Dreispringerinnen des Feldes waren in diesem Jahr schon weiter gesprungen als die gebürtige Chemnitzerin, es war also klar: Diese Quali wird eine enge Kiste. Dann die Verzögerung. "Auf dem Aufwärmplatz haben sie uns was von Unwetterwarnung erzählt. Wir haben uns nur angeschaut, denn in dem Moment schien die Sonne", berichtete Jenny Elbe von der schier ewigen Warterei.

Dann ging es doch irgendwann ins Stadion, wo sich die jungen Frauen an den böigen Wind gewöhnen mussten. "Meist war heftiger Gegenwind, aber manchmal kam er auch von hinten", erzählte die deutsche Vizemeisterin, die sich darauf eingestellt hatte, 14 Meter bringen zu müssen. Zum Glück saß Vater und Trainer Jörg Elbe in der Coaching-Zone gleich in der ersten Reihe. "Und ich bin ja alt genug, selbst einiges richtig zu machen." Gleich der erste Versuch klappte bei 1,2 Metern pro Sekunde Gegenwind gut, die 13,83 Meter waren eine echte Hausnummer. "Der Rhythmus stimmte, es fehlte nur die Geschwindigkeit."

Bundestrainer Tamás Kiss wollte mit dem kompletten Trio ins Finale einziehen. Nun ist am Sonnabend (16.40 Uhr/ARD) neben Jenny Elbe noch Kristin Gierisch dabei - die Chemnitzerin wurde mit 13,91 Metern Fünfte. Ausgeschieden ist dagegen Jennys Zimmerkollegin Katja Demut aus Jena. Die Dresdnerin selbst hat nun drei Tage Zeit, um sich zu erholen und den Kampf um die Top 8 in Europa aufzunehmen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.08.2014

Frank Schober

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