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Gebt das Grün frei! – SPD plant günstige Sportstättenmiete für gemeinnützige Vereine in Dresden

Gebt das Grün frei! – SPD plant günstige Sportstättenmiete für gemeinnützige Vereine in Dresden

Auf ihrem Stadtparteitag am 13. September hat die SPD Dresden unter dem Namen „Gebt das Grün frei!“ eine Initiative auf den Weg gebracht, die gemeinnützigen Vereinen künftig die Miete von kommunalen Sportstätten zum Selbstkostenpreis von acht Prozent des normalen Mietpreises ermöglichen soll.

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Das Heinz-Steyer-Stadion zum Beispiel kostet 120 Euro die Stunde.

Quelle: Stephan Lohse

Diese acht Prozent zahlen im Normalfall nur Stammvereine und Mitglieder im Kreis- oder Landessportbund (KSB und LSB).

Wann die Initiative in den Stadtrat gehen soll, ist noch unklar. „Es wird sicherlich zunächst Thema in unserer Fraktionssitzung am 23. September“, erklärte Fraktionsgeschäftsführer Axel Bergmann. Bei gemeinnützigen Vereinen stößt das Projekt auf Gegenliebe. „Das wäre natürlich sehr wünschenswert“, erklärte zum Beispiel Isabell Häger vom Gerede e.V. Allerdings nutzt der Verein keine Sportstätten, ebenso wenig der riesa efau. „Allerdings fände ich es sehr begrüßenswert, wenn offener, für Jedermann zugänglicher Vereinssport auf diesem Wege unterstützt würde“, sagte Geschäftsführer Frank Eckhardt.

Ganz anders sieht man den Vorstoß jedoch bei der Lebenshilfe Dresden. Der Verein ist langjähriges Mitglied bei LSB und KSB. Die kostenpflichtige Mitgliedschaft (1,80 Euro pro Vereinsmitglied und Jahr) und andere Vorraussetzungen berechtigen die Lebenshilfe gemäß kommunaler Sportförderrichtlinie zur Anmietung zum Selbstkostenbeitrag von acht Prozent. „Falls jetzt alle Vereine Zugang zu dem ermäßigten Tarif bekommen sollten, ohne Mitglied im LSB und KSB zu sein, finde ich das eine Ungleichbehandlung gegenüber den Mitgliedsvereinen“, erklärte Ingo Noderer, Sportkoordinator der Lebenshilfe Dresden.

Wie Robert Baumgarten, Hauptgeschäftsführer des KSB Dresden mitteilte, sind 330 gemeinnützige Vereine Mitglied und nutzen die kommunale Sportförderung. Vorrausetzung dafür sei jedoch auch eine Mindestmitgliedsanzahl von 25 Personen. Für kleine Vereine könnte sich „Gebt das Grün frei!“ also durchaus lohnen. KSB und LSB droht hingegen ein Mitgliederschwund und damit der Verlust finanzieller Einnahmen.

Laut der Satzung Sportstätten- und Bädergebühren der Stadt Dresden kostet zum Beispiel die Miete einer 20 x 40 Meter großen Sporthalle ohne Ermäßigung 70 Euro pro Stunde. Wurde die Halle nach 2000 saniert oder neu gebaut, werden 80 Euro fällig. Kleinere Hallen gibt es ab 18 (20) Euro die Stunde. Das Heinz-Steyer-Stadion kostet 120 Euro die Stunde. Für einen Rasen- oder Kunstrasenplatz blättert man 50 (60) Euro hin, für ein gesamtes Hallenbad mindestens 90 (110) Euro.

Franziska Schmieder

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