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Ganz schön ausgefuchst - Weißwasser zieht überraschend in die Play-Offs ein

Ganz schön ausgefuchst - Weißwasser zieht überraschend in die Play-Offs ein

Weißwasser. Mag ja so sein, dass viele Wege nach Rom führen. Weitaus weniger Wege führen in die Meisterrunde der 2. Eishockey-Bundesliga. Der Weg, den die Lausitzer Füchse fanden, um doch noch in die Playoffs einzuziehen, verlangte schon ein gewisses "pfadfinderisches Geschick".

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Schon am Freitag war der Jubel der Füchse groß. Mit dem Sieg gegen Rosenheim wahrten sie sich ihre Chance auf die Playoffs.

Quelle: Thomas Heide/BSE-Press

Vorm letzten Hauptrundenwochenende war Weißwasser Zehnter mit zwei Punkten Rückstand auf den ersehnten achten Platz, der ans Ziel der Playoff-Träume führen würde und den der ETC Crimmitschau inne hatte. Neunter waren die Dresdner Eislöwen, die je einen Zähler hinterm ETC und vor den Lausitzern lagen, allerdings nur noch ein Match zu absolvieren hatten. Weißwasser und die Eispiraten durften noch zweimal auf Punktejagd gehen.

Mit einem schwer erkämpften 3:2 über die Starbulls Rosenheim wahrten die Blau-Gelben am Freitag ihre Chance auf die Playoffs, während sich Dresden mit der 2:7-Heimniederlage gegen Ravensburg in den Urlaub verabschieden musste. Als die Partie im Fuchsbau bereits beendet war, lief das Match der Crimmitschauer in Hannover noch. Weil die Ostsachsen nur dann noch an den Westsachsen vorbeiziehen konnten, wenn diese Federn lassen würden, waren die Füchse-Cracks kurzzeitig Hannover-Fans. Die Eishockey-Mathematik wollte es so, dass der ETC zwei Punkte weniger holen durfte als Weißwasser, das den besseren direkten Vergleich der sächsischen Erzrivalen hatte, der bei Punktgleichheit über die Platzierung entscheidet. Und da Crimmitschau am letzten Spieltag mit einem Heimmatch gegen Tabellenschlusslicht Riessersee eigentlich schon drei Punkte so gut wie sicher hatte, lagen die Hoffnungen auf den Hannover Indians. Die trafen spät zum 1:1 und knöpften dem ETC so den ersten Zähler ab. Ernüchterung folgte, als der ETC das Penaltyschießen gewann. Wortlos schlichen die Füchse aus dem Bau. Selbst ein Sieg in Ravensburg würde nun nicht mehr reichen, wenn die Eispiraten ihrerseits das Schlusslicht "wegputzten".

"Wir waren ständig über den Spielstand im Sahnpark informiert", räumte Weißwassers Trainer Dirk Rohrbach ein, der beim EVR ein starkes Spiel seiner Schützlinge erlebte und ob der Zwischenstände aus Westsachsen aus dem Staunen gar nicht herauskam: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4, 0:5. Da führten die Lausitzer bei den Puzzlestädtern mit 2:1. Verliert Crimmitschau, würde Weißwasser ein Punkt reichen, um Achter zu werden. Tatsächlich schoss Ravensburg noch den Ausgleich. Mehr aber ließen die Füchse nicht zu.

Jetzt durfte der ETC nicht seinerseits zum Remis kommen. Zwar fiel das 1:5, eine Aufholjagd gab es aber nicht mehr. Dafür gewannen die Lausitzer noch das Penaltyschießen und sicherten sich zwei Zähler, während es bei Crimmitschau mit 1:6 zu Ende ging. "Wir haben immer an unsere Chance geglaubt. Natürlich sind wir dem SC Riessersee, für den es um gar nichts mehr ging, sehr dankbar für den gezeigten Sportsgeist", jubelte Dirk Rohrbach, der das Kunststück schaffte, in seiner vierten Spielzeit als Füchse-Trainer zum dritten Mal mit seiner Mannschaft in die Meisterrunde einzuziehen. Die beginnt bereits morgen im Ellental, wo Weißwasser auf den SC Bietigheim-Bissingen trifft. "Wir sind bestimmt nicht chancenlos", gibt sich EHC-Manager Ralf Hantschke vorsichtig optimistisch. In der Hauptrunde jedenfalls gewannen die Füchse beide Heimspiele gegen die Steelers.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.03.2013

S. Matthieu

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