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Fußballverein FV Laubegast wehrt sich gegen Bestechungsvorwürfe

Fußballverein FV Laubegast wehrt sich gegen Bestechungsvorwürfe

Der Dresdner Fußball-Bezirksligist FV Laubegast wehrt sich gegen Vorwürfe der Bestechung. „Der FV Dresden 06 Laubegast lehnt jegliche Versuche, auf den Ausgang des Spiels mit unlauteren Mitteln Einfluss zu nehmen, entschieden ab“, sagte Vereinssprecher Christian Piwarz auf Anfrage von DNN-Online.

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Haben Fans des FV Laubegast versucht, einen Gegner zu bestechen? Der Verein wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Quelle: dpa

Die Laubegaster hatten in der abgelaufenen Saison der Bezirksliga Sachsen, Staffel Ost, bis kurz vor Schluss gegen den Abstieg gekämpft. Am letzten Spieltag stand das Duell beim FSV Oderwitz an. Laut den Oderwitzern habe im Vorfeld der Partie eine unbekannte Person Kontakt aufgenommen, die sich als Unterstützer der Dresdner ausgab und Geld für einen Laubegaster Sieg angeboten habe. Der Unbekannte habe auch angedeutet, dass dies auch bei anderen Vereinen gang und gäbe gewesen sei.

Oderwitz schaltete schließlich die Polizei ein. Zu einer Geldübergabe kam es letztlich nicht. Eventuell auch, da das Spiel am Ende für Laubegast bedeutungslos wurde, da der Verein aus dem Osten Dresdens schon vorzeitig den Klassenerhalt in der Tasche hatte. Die Partie endete letztlich mit 6:5 für die Dresdner.

Allerdings beschwerten sich die Oderwitzer offiziell beim sächsischen Fußballverband (SFV). Frank Pohl, Geschäftsführer des SFV, bestätigte einen Beschwerdebrief der Oderwitzer. "Der Verein fordert darin eine Spieluntersuchung der Partie", sagte Pohl gegenüber DNN-Online. Ob der Fall vor dem Sportgericht verhandelt wird, ist offen. Zunächst habe der Verband eine Spieluntersuchung veranlasst. Dabei werden die beiden betroffen Vereine und die Schiedsrichter angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten. Zudem nehmen die Mitarbeiter des Verbandes Einblick in das Spielprotokoll.

Der FV Laubegast kündigte an, alles Mögliche zu tun, um die Staatsanwaltschaft bei der Suche nach dem Täter zu unterstützen. „Dazu werden wir uns bemühen, möglichst frühzeitig Akteneinsicht zu bekommen. Sollte der Täter ermittelt werden, behalten wir uns zivilrechtliche Ersatzansprüche gegen ihn vor“, sagte Sprecher Piwarz.

Auch andere Vereine, die laut Aussagen der Oderwitzer in Manipulationen verstrickt seien, reagierten empört. So weist beispielsweise Rot-Weiß Bad Muskau, das gegen Laubegast in der Rückrunde mit 13:0 gewann die Vorwürfe entschieden zurück. „Der SV Rot-Weiß wird gegen diese Verleumdung strikt vorgehen, hat schon den Spielausschuss mit einer Stellungnahme entsprechend informiert“, teilte der Verein via Facebook mit.

Die Vorwürfe der Oderwitzer sind nicht der einzige Fall, mit dem sich der Verband aktuell beschäftigen muss. Ebenso steht der Verdacht im Raum, dass auch bei einem Spiel der Bezirksliga Mitte manipuliert wurde. Der SV Lichtenberg hatte sein letztes Saisonspiel sensationell mit 8:2 gegen Sebnitz gewonnen und somit noch den Bannewitzer SV in die Kreisoberliga geschickt. Dabei stand die Partie in Lichtenberg bis zur 76. Minute noch 2:2. Dann musste aufgrund eines Gewitters unterbrochen werden. Als wieder angepfiffen wurde, war die Begegnung der Bannewitzer bereits beendet. Lichtenberg musste nun mindestens noch sechs Treffer erzielen, um die Klasse zu halten. Das Ergebnis ist bekannt – und Bannewitz legte Einspruch gegen den Abstieg ein.

sl / dbr

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