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Fußballverband Dresden ermittelt wegen antisemitischer Rufe bei Stadtpokalspiel

Fußballverband Dresden ermittelt wegen antisemitischer Rufe bei Stadtpokalspiel

Nach antisemitischen Parolen am Rande des Stadtpokal-Spiels zwischen Eintracht Dobritz und dem Dresdner SC hat der Stadtfußballverband jetzt das Sportgericht mit Vorermittlungen beauftragt.

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Dresden. Während der Viertelfinalpartie am Buß- und Bettag, welche die Gastgeber mit 2:1 gewannen, sollen mehrere Besucher laut "Juden-DSC" gerufen haben.

Zunächst wollte allerdings niemand etwas gehört haben. Auf Anfrage von DNN-Online hatte Eintracht Dobritz mitgeteilt, die Vorwürfe entsprächen "in jeder Aussage nicht der Wahrheit", so der zweite Vorsitzende des Stadtligisten, Hilmar Hefele. Gegenüber DNN-Online habe der Verein "kein weiteres Interesse, dieses Thema weiter zu verfolgen".

Allerdings hatte auch der Schiedsrichter die Rufe, die nach dem zwischenzeitlichen 1:1 der Gäste laut wurden, nicht im Spielberichtsbogen vermerkt. Eine Anfrage beim Stadtfußballverband ergab zudem, dass auch dem vor Ort weilenden Staffelleiter nichts aufgefallen sei. DNN-Online liegt jedoch eine Videoaufzeichnung der Partie vor, in der die Parolen deutlich zu hören sind und die nun mit zu den Vorermittlungen wegen einer "sportwidrigen Handlung" führt.

Laut Berichten mehrerer Augenzeugen soll es sich bei den Rufern um Personen handeln, die weder Eintracht Dobritz noch dem Dresdner SC eindeutig zuzuordnen seien. So hätten mehrere Personen Kleidung mit Logos dritter Vereine getragen und auch Fan-Lieder von nicht am Spiel beteiligten Vereinen gesungen.

Nach Aussagen einiger Gästefans seien mehrere Anhänger des DSC zudem mit Sprüchen wie "Hakennasen" oder "Rotes Pack" beleidigt worden. Ordner habe es als Puffer für die Gästefans nicht gegeben, dagegen direkt neben den Friedrichstädtern Zuschauer mit Kleidung von "Thor Steinar", einer bei Rechtsradikalen beliebten Szene-Marke. Eintracht Dobritz wollte sich gegenüber DNN-Online dazu nicht äußern. "Ordnungskräfte waren genügend vorhanden", hieß es lediglich. Stephan Lohse/Foto: DNN-Online

Nachtrag 16.12.: Mit Beschluss vom 13. Dezember hat das Sportgericht das Verfahren eingestellt, da sich kein hinreichender Tatverdacht gegen Personen oder Vereine ergeben hat.

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