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Fußballsicherheitsgipfel am Dienstag in Berlin: Dresdner hofft auf sachliche Diskussion

Fußballsicherheitsgipfel am Dienstag in Berlin: Dresdner hofft auf sachliche Diskussion

Geisterspiele und Geldstrafen sorgen bei Offiziellen und Fans von Dynamo Dresden immer wieder für Unmut. Chaoten, die wild über die Stränge schlagen, sind ein Grund für die Sanktionen.

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Leider kein seltenes Bild: Ein Polizeieinsatz in einem Fußball-Stadion.

Quelle: Uli Deck

Diese Gewalt in und um Stadien in Deutschland ist am Dienstag der Anlass für einen Sicherheitsgipfel in Berlin. Vertreter des Deutschen Fußball Bundes (DFB), der Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), sowie die Präsidenten der Ligamannschaften wollen über Maßnahmen und Konzepte verhandeln, wie die Clubs die Chaoten besser unter Kontrolle bringen können. Für Dynamo sollen Aufsichtsratschef Thomas Bohn und Geschäftsführer Christian Müller nach Berlin reisen.

„Hinsichtlich der Gewalttäter müssen Sanktionen klar definiert und in der Zukunft von allen Vereinen konsequent umgesetzt werden“, verlangte der für den Sport zuständige Bundesinnenminister. Seiner Meinung nach müssten die Clubs noch stärker das Gespräch mit den wirklichen Fans suchen, um die Probleme zu lösen.

Robert Pohl, Sprecher der Interessengemeinschaft Unsere Kurve, stimmt Friedrich in diesem Punkt vollkommen zu. „Innerhalb der Fanszenen werden die aktuellen Entwicklungen sehr aufgeregt, kontrovers und intensiv diskutiert, weswegen kein Weg daran vorbeigeht, gemeinsame Lösungen zu finden, die von einer breiten Masse auch akzeptiert und getragen werden“, so der Dresdner, der Mitglied der Fangemeinschaft Dynamo ist. Pohl setzt dabei auf eine sachliche Diskussion zwischen den Vertretern. „Bereits im Januar gab es nach dem Fankongress in Berlin die Forderung, endlich dauerhaft auf Augenhöhe miteinander zu sprechen, nicht nur über das Thema Pyrotechnik“, ergänzt Phillipp Markhardt, Sprecher von Pro Fans.

Einen direkten Dialog mit dem Innenminister wird es am Dienstag allerdings nicht geben. Der Sicherheitsgipfel findet ohne Beteiligung der Faninitiativen statt. „Allerdings haben wir das auch nicht erwartet“, kommentierte Pohl, der vorab beim DFB um eine Teilnahme gebeten hatte. Als Gesprächspartner stehen sie trotzdem bereit. Zehn Gehminuten entfernt vom Treffen laden sie zum Expertengespräch in einem Hotel und wollen dort ihre Lösungskonzepte aus Fanperspektive präsentieren.

Die Fanorganisationen IG Unsere Kurve, ProFans, AG Fananwälte und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte befürchten, dass der Sicherheitsgipfel einen Riss zwischen Vereinen und Verbänden und Fans verursacht. Sie hoffen, dass es nicht zu einer pauschalen Kriminalisierung der Fans kommt und die Verstärkung von Kollektivstrafen ausbleibt, teilten sie in einer gemeinsamen Botschaft mit. Welche konkreten Lösungen die Vertreter an den Verhandlungstischen ausloten, ist offen. Dabei ist für einen Fan wie Pohl die Sache mit dem runden Leder ganz einfach: „Ein Fan geht ins Stadion, um Fußball zu sehen. Das steht an erster Stelle.“

Dominik Brüggemann / dpa

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