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Fußball-Diskussionsrunde in Dresden: Experten trauen Dynamo Dresden den Sprung in die Bundesliga zu

Fußball-Diskussionsrunde in Dresden: Experten trauen Dynamo Dresden den Sprung in die Bundesliga zu

Wenn ein Ostverein in die erste Bundesliga aufsteigen kann, dann hat die SG Dynamo Dresden wohl die besten Chancen. Das ist zumindest die Meinung mehrerer Fachleute, die am Dienstagabend im Dresdner Glücksgas-Stadion über die Zukunft des Fußballs im Osten debattierten.

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Reichlich 50 Zuschauer verfolgten die Diskussion im Glücksgas-Stadion.

Quelle: Stephan Lohse

Dabei zeigte sich: Dynamo wird als Club eingeschätzt, der das Zeug haben könnte, noch einmal den Sprung in die Eliteliga zu schaffen. Das größte Hindernis formulierte Michael Schädlich, Präsident des Drittligisten Hallescher FC: Wie die ostdeutsche Wirtschaft hinken auch die ostdeutschen Vereine der Konkurrenz noch immer wirtschaftlich wie finanziell um 20 Prozent hinterher. Und ohne Wirtschaftskraft gehe es nicht, betonte der designierte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig.

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Trainer, Manager und Funktionäre haben in Dresden über die Zukunft des Fußballs im Osten diskutiert.

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Entscheidend seien die richtigen Strukturen, betonte Ralf Koslowski vom Vermarkter Infront. Nur dann, wenn die Vereine alle Stellschrauben richtig justierten, könne der Aufstieg gelingen. Entscheidend sei langfristiges nachhaltiges Arbeiten und Kontinuität bei den entscheidenden Personen. Und daran fehle es oft, wie Jena-Trainer Petrick Sander betonte. „Der Ostfußball liegt nicht am Boden, aber er röchelt“, war seine Meinung. Rückblickend auf seine Zeit bei Energie Cottbus verglich er die Lausitzer mit Mainz 05, damals spielten beide auf ähnlichem Niveau. Mainz wirtschafte heute mit Zahlen, „da wird uns schwindelig“.

In den 90er Jahren sei viel kaputt gemacht worden, erinnert Michael Schädlich aus Halle. Das Vertrauen zurück zu gewinnen sei nicht leicht. Heute komme es deswegen darauf an, solide zu wirtschaften, ergänzt Energie Cottbus’ Manager Christian Beeck. Anders gehe es nicht. Schädlich forderte zudem Engagement aus der Politik, vor allem beim Aufbauen professioneller Strukturen, bei der Nachwuchsarbeit oder dem Bau moderner Stadien wie in Dresden: „Allein klagen wird nicht helfen“, sagte er.

sl

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