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Füchse treffen Dresdner Eislöwen:Überraschungen ausgeschlossen

Füchse treffen Dresdner Eislöwen:Überraschungen ausgeschlossen

Weißwasser/Dresden. Für die Dresdner Eislöwen ist heute erstmals in dieser Saison Derby-Zeit. Die Elbestädter gastieren ab 19.30 Uhr bei den Lausitzer Füchsen.

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Quelle: Archiv

Stürmer Carsten Gosdeck, der auch schon drei Jahre in Weißwasser gespielt hat, noch immer ein besonderes Match. "Es war für mich persönlich eine sehr erfolgreiche Zeit bei den Füchsen und ich habe noch viele Freunde dort. Wir freuen uns alle auf dieses Derby und sind brutal motiviert", so der 35-Jährige, der mit sechs Toren und vier Assists derzeit als Top-Scorer der Eislöwen den Goldhelm trägt.

Ganz wichtig sei der Sieg in Frankfurt gewesen, so Gosdeck. "Vor allem, dass wir nach dem 0:2 das Spiel noch gedreht haben. Jetzt können wir selbstbewusst in die Lausitz fahren", ist der gebürtige Kölner überzeugt. Trainer Thomas Popiesch weiß allerdings, dass seine Jungs noch keinen Top-Lauf haben. "Wir sind immer noch in einer Phase, in der wir um unser Spiel kämpfen müssen. Uns fällt nichts vor die Füße. Der Sieg in Frankfurt hat Selbstvertrauen gegeben, aber wenn wir weiterhin Spiele gewinnen wollen, müssen wir defensiv besser stehen, laufen und kämpfen. Der gesamte Verbund von Torhüter, Verteidigung und Sturm muss noch mehr zusammenwachsen und kompakter werden", erläutert der 49-Jährige, der erst nach dem heutigen Abschlusstraining am Vormittag über die Besetzung der Torhüterposition entscheiden will. Verzichten muss er auf Travis Martell, den nach einer Gehirnerschütterung noch Schwindel- gefühle plagen. Eine weitere MRT-Untersuchung soll Aufschlüsse bringen. Fehlen wird auch der Berliner Förderlizenzspieler Dominik Grafenthin (Schulterverletzung).

Obwohl sich einige Cracks mit Magen-Darm-Problemen plagten, seien alle beim Training dabei gewesen, informierte Popiesch gestern. Dass sich die zwei Teams in einem solchen Derby noch überraschen können, glaubt der Eislöwen-Coach nicht: "Zum einen kennen wir uns zu gut, zum anderen halte ich nichts davon, wenn man meint, man könne den Gegner überraschen. Da nimmt man sich selbst zu wichtig. Ausschlaggebend für den Sieg sind die vielen kleinen Entscheidungen, die man besser treffen muss als der Gegner", so Popiesch.

Weißwassers Trainer Dirk Rohrbach kann aus den Vollen schöpfen: "Es gibt zwar ein paar angeschlagene Spieler. Aber wir werden den Kader komplett haben - allerdings ohne Verstärkungen aus Krefeld." Maxime Legault kehrt nach abgesessener Sperre in die Mannschaft zurück. Der Kanadier wird im dritten Sturm mit Jonas Johansson und Sean Fischer auflaufen. Die zuletzt gegen Landshut hervorragend funktionierenden ersten beiden Fünfer sollen unverändert bleiben. Dass vom Kooperationspartner Krefeld keine Akteure zum EHC abgestellt werden, liegt an der Verletztenmisere, die den KEV plagt. Dennoch will Oberfuchs Rohrbach wenigstens sporadisch eine vierte Reihe bringen: "Das sorgt für etwas Entlastung, hilft, mit den Kräften hauszuhalten. Denn das Derby wird am Ende wieder durch Nuancen entschieden."

Eine besondere Rolle bei der Vorbereitung auf das Duell heute Abend spielt André Mücke. Nach vier Jahren in Dresdner Diensten steht der Heimkehrer nun wieder für seinen Heimatverein auf dem Eis. "Die Löwen werden spielen wie immer. Sie machen viel Druck und versuchen, uns nicht in die Partie finden zu lassen", sagte "Fliege" dem Füchse-TV. Und er warnte davor, sich nur auf einzelne Spieler zu fokussieren: "Sicher ragen mit Kaartinen, Gosdeck oder Chaput ein paar Leute heraus. Aber Dresden war immer als Mannschaft stark. Wir werden darauf hoffentlich gut vorbereitet sein."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.10.2014

Astrid Hofmann und Sebastian Ma

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