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Füchse hadern mit vergebenen Möglichkeiten

Füchse hadern mit vergebenen Möglichkeiten

Und plötzlich war die Saison zu Ende! Im Weißwasseraner Fuchsbau ist Sommerpause, nachdem die Schützlinge von Trainer Dirk Rohrbach das dritte und entscheidende Pre-Playoff-Spiel bei den Starbulls Rosenheim mit 1:4 verloren.

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Weisswasser. "Ich kenne die Gründe nicht, warum einige Cracks für das Endspiel heute einfach nicht bereit waren. Während wir verkrampften, waren die Rosenheimer bissig und dynamisch", rätselte der EHC-Übungsleiter nach dem völlig unnötigen Aus. Natürlich waren die Füchse in den ersten beiden Partien besser, unterlagen am Sonntag daheim höchst umstritten und unglücklich, was auch Gäste-Coach Franz Steer einräumte. Warum die Blau-Gelben dann aber nicht wenigstens eine Trotzreaktion zeigten, mit Willen und Leidenschaft auf den Playoff-Viertelfinaleinzug drängten, wird das ewige Geheimnis einer Mannschaft bleiben, die zum Besten gehörte, was in den letzten Jahren in Weißwasser auf dem Eis stand, ihr Potenzial ab dem Jahreswechsel aber viel zu selten abrufen konnte.

Exemplarisch dafür steht zum Beispiel Jonas Johansson, Top-Scorer der Ostsachsen in der Hauptrunde. Insgesamt schaffte der Schwede da in 44 Partien 20 Tore und 36 Vorlagen. Nach 33 Hauptrundenbegegnungen bedeuteten 18 Tore und 32 Assists noch einen Punkteschnitt von 1,21 pro Partie. Ab Februar kam der Angreifer in elf Spielen noch auf zwei Tore und vier Vorlagen (0,55 Punkte/Spiel). Und in den Pre-Playoffs reichte es gerade zu zwei Vorlagen. Es ist nicht auszuschließen, dass Johansson weiter an den Folgen seines am 30. Dezember 2014 erlittenen Rippenbruchs laborierte und daher sein Talent nicht komplett einbringen konnte. Ohne Top-Leistungen eines Top-Spielers standen die Oberlausitzer am Ende aber auf verlorenem Posten.

Am Ende haben die Weißwasseraner mit dem vorzeitigen Klassenerhalt, der aber auch erst am vorletzten Hauptrundenspieltag gesichert werden konnte, ihr Minimalziel erreicht. Allerdings hatte man auf mehr - nämlich den direkten Einzug ins Playoff-Viertelfinale - gehofft und dementsprechend ins Team investiert. Es war auch mehr möglich mit einer Mannschaft, die wochenlang in der vorderen Tabellenhälfte mitspielte, dabei begeisternden Sport bot. Weil sich der temporäre Erfolg aber nicht in einem höheren Zuschauerzuspruch widerspiegelte, sich an der Sponsorenfront bei den Oberlausitzern weiter keine Steigerungsraten abzeichnen, dürfte im nächsten Jahr wieder weniger Geld zur Verfügung stehen. Insofern war 2014/15 auch ein Füchse-Jahr der vergebenen Möglichkeiten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.03.2015

Sebastian Matthieu

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