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Friedrich und seine Crew tragen sich ins Goldene Buch der Stadt ein

Pirnaer Zweierbob-Weltmeister hat schon neue Ziele Friedrich und seine Crew tragen sich ins Goldene Buch der Stadt ein

„Der Franz, der kann’s“, mit diesem Schlachtruf begrüßten die 120 Freunde, Fans und Unterstützer am Donnerstagabend in der Kleinkunstbühne Pirna noch einmal ihren Bob-Weltmeister Francesco Friedrich.

Francesco Friedrich präsentiert den WM-Pokal, den er als Pilot im Zweierbob gemeinsam mit Thorsten Margis in Igls errang. Martin Grothkopp hatte verletzt passen müssen, doch Candy Bauer (v.r.n.l.) saß mit im Viererbob, der durch den Eiskanal zum Vizeweltmeistertitel raste.

Quelle: Marko Förster

Pirna. „Der Franz, der kann’s“, mit diesem Schlachtruf begrüßten die 120 Freunde, Fans und Unterstützer am Donnerstagabend in der Kleinkunstbühne Pirna noch einmal ihren Bob-Weltmeister Francesco Friedrich. Den „großen Bahnhof“ hat sich der 25-Jährige mit dem dritten WM-Titel im Zweier in Folge und dem Vize-Weltmeistertitel im Vierer redlich verdient. Gemeinsam mit seinen Anschiebern Thorsten Margis, Candy Bauer und Martin Grothkopp sowie Heimtrainer Gerd Leopold ließ der Ausnahmepilot die abgelaufene Saison mit all ihren Höhen und Tiefen noch einmal Revue passieren. Videosequenzen erinnerten an die grandiosen Momente bei der WM in Innsbruck/Igls.

Der Pirnaer Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke, der seit Gründung der Sponsorenallianz 2011 zu den Förderern des Bob-Teams gehört, traut den Vorzeigeathleten noch viel zu und hat deshalb sogar die Regularien für die Einträge ins „Goldene Buch der Stadt“ geändert: „Bei den bisherigen beiden Titeln hat Francesco jedes Mal eine ganze Seite für den Eintrag bekommen. Da aber das Buch nur eine begrenzte Anzahl von Seiten hat und ich davon ausgehe, dass Franz in den nächsten zehn Jahren noch viele Titel holen wird, werden wir jetzt seine Erfolge alle auf einer Seite verewigen“, erklärte Hanke grinsend und bat die Crew zur Unterschrift.

Gerd Leopold nahm den Faden gern auf und sorgte für eine klare Ansage: „Unser Ziel ist der Olympiasieg und dafür müssen wir uns den Arsch aufreißen. Und wenn wir irgendwann damit aufhören, werden wir nur als Dritter nach Hause kommen.“ Dass sein Schützling diesen Hunger nach Erfolg absolut teilt, machte er an diesem Abend deutlich. Auf die Frage, was nach dem dritten Zweier-Titel folgt, antwortete Friedrich: „Der Vierte“. Und der in diesem Winter vom Verletzungspech ausgebremste Anschieber Martin Grothkopp schlug in die gleiche Kerbe: „Die Jungs haben ja in diesem Jahr noch was übrig gelassen. Wir können in Sotschi nächstes Jahr auch noch Vierer-Weltmeister werden.“

Leopold, der noch einmal betonte, wie wichtig die Unterstützung der Pirnaer Allianz für Friedrich ist, freuen solche Aussagen natürlich. „Die Jungs machen auch diesmal kaum Urlaub. Bei allen ist der Fokus schon wieder auf die Zukunft gerichtet. Wir haben bereits letztes Wochenende am Königssee einen kleinen Plan geschmiedet, wie es weitergeht“, so der ehrgeizige 57-Jährige, der ankündigt: „Im März sollen sich alle erstmal erholen, in der zweiten April-Woche starten wir dann wieder ins Training. Wir planen mit drei bis vier Trainingslagern in Kienbaum, werden uns aller zwei Wochen zum Starttraining in Riesa treffen und auch wieder unsere Leistungstests in Heidelberg absolvieren.“

Nachdem der vergangene Winter doch durch einige Verletzungssorgen überschattet war, will der Coach daraus die richtigen Schlüsse ziehen: „Wir müssen noch etwas mehr Regeneration einbauen und individueller arbeiten.“ Das Potenzial im Team reiche auf jeden Fall, um bei Olympia erfolgreich zu sein. „Ich hoffe“, so Leopold, „dass auch Jannis Bäcker wieder besser mitzieht und wir mit ihm eine weitere Verstärkung haben.“ Über die Konkurrenz durch den Stuttgarter Newcomer Johannes Lochner ist Gerd Leopold absolut nicht böse: „Das hält uns frisch, macht wachsam und wir wissen, dass wir nicht nachlassen dürfen.“

Das weiß auch Francesco Friedrich, der aber in diesem Sommer auch noch einem privaten Höhepunkt entgegenfiebert. Ende Juli erwarten er und Ehefrau Magdalena ihr erstes Kind. Seinem Trainer hat der werdende Vater aber fest versprochen: „Ich bekomme Sport und Familie unter einen Hut. Da gibt es keine Abstriche. Da ich meine Polizeiausbildung ja abgeschlossen habe, dürfte das kein Problem sein“, so Friedrich.

Astrid Hofmann

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