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Frauenfußball: Dresdnerinnen mischen vorn mit

Frauenfußball: Dresdnerinnen mischen vorn mit

Auf positive Halbzeitbilanzen - wenngleich nicht ohne Holperer - können die Dresdner Fußballerinnen von Regionalligist 1. FFC Fortuna Rähnitz und Landesliga-Vertreter SV Johannstadt 90 verweisen.

Dresden. Die Damen von Trainer Uwe Tietze rangieren auf Tabellenplatz vier der dritthöchsten Spielklasse mit 22 Punkten und einem Torkonto von 20:15. Sechs Auftaktsiege in Folge ließen die FortuNinas als Spitzenreiter sogar vom Aufstieg träumen. Doch dann leiteten einige Dämpfer (0:1 in Neubrandenburg, 1:4 gegen Union Berlin, 0:3 beim Lichterfelder FC, 1:5 bei Lok Leipzig II) eine zeitweilige Schwächeperiode ein. Die lieferte Mannschaftsleiter Janko Seifert, der oft "einen saustarken Auftritt und vorbildlichen Kampfgeist" loben konnte, Anlass zu "ernüchternder" Kritik wie "erschreckende Körpersprache ohne jegliche Bewegung" oder "eine verdiente Niederlage aufgrund miserabler Anfängerfehler bei unkonzentrierter schläfriger Abwehr".

Mit einem 2:0 beim 1. FFV Erfurt in der letzten Begegnung des Jahres ging es zurück in die Spur. Im Pokal fiel das Viertelfinale bei der SpG Lok Döbeln/BC Hartha den Witterungsunbilden zum Opfer. Vorangegangen waren ein 4:3 nach Elfmeterschießen in Bischofswerda sowie ein 2:0 bei Wacker Leipzig.

In der internen Torschützenliste führt Kapitän Linda Ackermann mit neun Treffern, darunter ein Hattrick und ein Doppelpack, vor Judith Knieling mit vier und Kathleen Freude mit drei.

Zu einer schönen Tradition entwickelt sich die Unterstützung der vorweihnachtlichen Aktion des Krankenhauses St. Joseph-Stift durch die 1. Mannschaft . Zum zweiten Mal gingen liebevoll verpackte Geschenke im Schuhkarton (Naschereien, Spiel-, Bastel-, Mal- und Zeichensachen, Sportartikel, Kleidung) auf die Reise zum Kindergarten der Schwestern von der Heiligen Elisabeth im polnischen Ruda Slaska bei Kattowitz. Überbracht wurde die Überraschungsfracht von Schwester Dolores, Lucie-Maria Müller und Marie Lehmann.

Die Mädels von den Elbwiesen führten lange das Elferfeld an und sind zurzeit Zweiter mit einem Zähler Rückstand auf die Rähnitzer Zweite. Das Torverhältnis von 47:11 ist wahrlich beeindruckend. Kein Erbarmen gab's beispielsweise mit Westsachsen Zwickau (8:1), LVB Leipzig (6:1), Spitzkunnersdorf (5:1) oder dem Herolder SV (4:0). Gegen die SpG Lichtenberg/Dittmannsdorf tobten sich die Johannstädterinnen beim 17:0 regelrecht aus; Spielführerin Anne Waldhauer, die auf insgesamt 16 Einschläge verweist, ballerte dabei sieben Mal ins Schwarze, Anna Salzmann (summa summarum zwölf) traf sechsfach. Auch Franziska Thielemann mit vier Toren sowie Christina Rolf und Kristin Herrmann mit je drei netzten erfolgreich ein.

Trainerin Brigitte Müller freut sich: "Im Grunde genommen können wir uns nur selber schlagen", haderte allerdings auch mit "zahlreichen vergebenen todsicheren Hochkarätern und den vielen Alu-Treffern". Beim turbulenten 5:4 in Hoyerswerda wurde übrigens die temperamentvolle "Müllerin" vom Schiedsrichter hinter die Bande verwiesen: "Unsere Torhüterin Diana Hellwege musste wegen einer Fußverletzung behandelt werden; Hoyerswerda bugsierte den Ball ins leere Tor. Darüber habe ich mich aufgeregt."

Das Aus im Landespokal erfolgte im Viertelfinale durch das 3:6 gegen Regionalligist Chemnitzer FC nach einem 6:1-Sieg in Großnaundorf und dem 3:0 im Achtelfinale bei der FSV Lok Dresden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.01.2013

Günther Frank

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