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Francesco Friedrich kann noch auf WM hoffen

Trotz Verletzung Francesco Friedrich kann noch auf WM hoffen

Der Pirnaer Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich kann sich doch noch Hoffnungen auf einen Start bei der WM in drei Wochen in Innsbruck machen. Nachdem der 25-Jährige gestern aus Whistler (Kanada) heimgekehrt war, begab er sich sofort nach München zur MRT-Untersuchung.

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Francesco Friedrich sorgt sich um seinen WM-Start.

Quelle: imago sportfotodienst

Dresden. Der Pirnaer Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich kann sich doch noch Hoffnungen auf einen Start bei der WM in drei Wochen in Innsbruck machen. Nachdem der 25-Jährige gestern aus Whistler (Kanada) heimgekehrt war, begab er sich sofort nach München zur MRT-Untersuchung, um seine am Wochenende erlittene Verletzung abklären zu lassen. Wie die Ärzte anschließend mitteilten, haben sich die schlimmen Befürchtungen eines kompletten Muskelabrisses nicht bestätigt. Heimtrainer Gerd Leopold: "Franz hat sich einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich des rechten Oberschenkels zugezogen. Er wird jetzt intensiv physiotherapeutisch behandelt, damit ein Start bei der WM noch ermöglicht werden kann." So machte Friedrich mit Anschieber Martin Grothkopp, der nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk ebenfalls gestern noch einmal zu einer Untersuchung beim Münchner Mannschaftsarzt war, noch einen Zwischenstopp bei einem Physiotherapeuten in Landshut.

"Ich setze alles daran, dass ich fit werde", gibt sich der für Oberbärenburg startende Friedrich kämpferisch. In dieser Woche will "Franz" die Reha daheim absolvieren. Leopold: "Wenn nichts dazwischen kommt, wird er am Sonntag mit dem Team in die Schweiz reisen, um am Weltcup in St. Moritz teilzunehmen. Wie beim zweiten Rennen in Whistler soll er dann wieder im Sitzen starten, um nicht zu viele Punkte im Weltcup einzubüßen." In Whistler war der Oberbärenburger mit dieser Strategie 16. geworden und hatte dafür 96 Weltcup-Punkte erhalten. Schließlich ist die Weltcup-Platzierung bei der WM ausschlaggebend dafür, aus welcher Startgruppe der Pilot antreten darf.

Die WM-Rennen im Zweier finden am 13. und 14. Februar statt. Friedrich könnte nach 2013 in St. Moritz und 2015 in Winterberg zum dritten Mal in Folge Weltmeister werden. Vor seiner Verletzung hatte er in diesem Winter schon fünf Siege in den Weltcup-Rennen gefeiert und auch wenn es zuletzt in Übersee nicht mehr so glanzvoll lief, war er der Top-Favorit für Innsbruck. Ob sein noch verletzter Top-Anschieber Martin Grothkopp bei der WM dabei sein kann, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Am Mittwoch wird der ehemalige 400-m-Läufer des DSC einen Leistungstest in Altenberg absolvieren. "Danach können wir entscheiden, ob er sein Comeback sogar am kommenden Wochenende in St. Moritz gibt", sagt Gerd Leopold. Die letzte Klarheit über die Besetzung der deutschen Bobs bei der WM soll ein Starttest am Sonnabend in Oberhof bringen. "Dort sind noch einmal acht Anschieber am Start. Anschließend werden voraussichtlich die Teams benannt", so Gerd Leopold, der in Übersee mit den ordentlichen Leistungen seines zweiten Schützlings Nico Walther zufrieden war. "Vor allem zuletzt Rang sechs im Zweier in Whistler war hervorragend, schließlich ist er das erste Mal auf dieser schweren Bahn gefahren", lobt der Coach den 25-Jährigen, der bei den drei Stationen in sechs Rennen zweimal aufs Podest fuhr (Vierer-Sieg in Park City, 2. im Zweier in Lake Placid).

Was das Material der deutschen Bobs angeht, so bläst Leopold ins gleiche Horn wie Bundestrainer Christoph Langen: "Wir haben gegenüber anderen Nationen mit den FES-Schlitten Nachteile. Auf den Bahnen in Deutschland haben wir das nur durch unsere guten Startzeiten und die genauen Bahnkenntnisse wettmachen können. Da muss sich auf jeden Fall noch etwas tun", mahnt er an. Auch Nico Walther befand nach dem Wochenende in Whistler, wo das deutsche Team erstmals in diesem Winter ohne Podestplatz geblieben war: "Wenn man sieht, wie die Russen uns weggefahren sind, obwohl die am Start deutlich schlechter sind, ist es schade. Noch haben wir zwei Jahre Zeit bis Olympia, das Problem zu beheben."

Astrid Hofmann

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